Zwei weitere Evolutionsvideos

Ich habe einfach mal zusammen gestellt, was mir an typischen Irrtümern und teilweise wenig bekannten Beweisen zur Evolution einfiel:

Hier ist das Manuskript:

Evolution: Irrtümer und Beweise 1/2

Das Wort „Evolution“ bedeutet „Entwicklung“ und kann daher in ganz unterschiedlichen Bereichen Verwendung finden, etwa auch bei der Evolution des Weltalls vom Urknall bis zu Sternen und Galaxien. Für gewöhnlich denkt man aber beim Wort „Evolution“ an Biologie, und beim Wort „Evolutionstheorie“ ist klar, dass Darwins Theorie von der Entstehung der Arten gemeint ist.

Irrtum 1: „nur eine Theorie“

Das Wort „Theorie“ bezeichnet in der Umgangssprache häufig eine vage Vermutung im Gegensatz zu gesichertem Wissen. Es gibt aber auch die Unterscheidung zwischen Theorie und Praxis. In der Wissenschaft unterscheidet man zwischen Messwerten oder Fakten und der Theorie als Gedankengebäude, das diese erklärt und in einen logischen Zusammenhang bringt. Dabei nimmt die Theorie einen höheren Stellenwert ein als die Hypothese, welche eine eher unsichere Vermutung bezeichnet.

Die Evolution besteht aus mehreren aufeinander aufbauenden Stufen. Da ist erstmal die Abfolge der Arten, die für sich alleine schon „Evolution“ genannt werden kann. Als älteste Fossilien finden wir Einzeller oder deren Spuren. Die ersten Schwämme und Würmer tauchen vor den ersten Wirbeltieren auf, die ersten Fische vor den ersten Vierbeinern und erst später Reptilien, Vögel und Säugetiere. Diese Abfolge ist durch die Schichtung der Gesteine und die darin vorkommenden Fossilien gut belegt und kann getrost zu den Fakten gezählt werden, die von der Evolutionstheorie erklärt werden.

Diese erste Stufe ist noch mit einem Schöpfer vereinbar, der nach und nach neue Lebewesen auf die Erde setzt. Die zweite Stufe besagt, dass die Arten voneinander abstammen und ist nicht mit einer wörtlichen Auslegung der Schöpfungsgeschichte vereinbar, aber mit einem Designer, der die Veränderung des Erbmaterials gezielt steuert. Die Stufen 1 und 2 sind auch mit der Vorstellung Lamarcks vereinbar, dass der Gebrauch von Organen oder Gliedmaßen bestimmt, wie sie in späteren Generationen aussehen. In Einzelfällen ist die Abstammung der Arten voneinander bewiesen; zum Beispiel durch endogene Retroviren. [siehe dazu das Video und die Blog-Einträge.]
Auch diese zweite Stufe kann als Tatsache angesehen werden.

Als dritte Stufe kommt die Evolutionstheorie hinzu, mit den Mechanismen, die zur Veränderung der Lebewesen beitragen. Das sind zum einen die Mutationen, also zufällige Veränderungen des Erbguts, und zum anderen die natürliche Selektion, die ungünstige Mutationen aussortiert. Seit Darwin sind noch einige Feinheiten hinzugekommen, vor allem die Genetik.

Irrtum 2: „Überleben des Stärkeren“

Für die natürliche Selektion gibt es die populäre Umschreibung „Überleben des Stärkeren“. Das ist eine falsche Übersetzung von „Survival of the fittest“ = „Überleben des Bestangepassten“. Es gibt sicher Fälle, in denen tatsächlich die Körperkraft dafür sorgt, dass ein Lebewesen seine Gene an Nachkommen weitergeben kann, etwa bei kämpfenden Hirschen, aber wohl kaum bei Gänseblümchen. Das „Survival of the fittest“ legt gar nicht fest, welche Eigenschaft fürs Überleben am nützlichsten ist. Ich finde die Übersetzung „Überleben des Überlebenden“ gar nicht schlecht, weil damit klar wird, dass die Evolution keine zusätzliche Naturkraft erfordert sondern einfach logisch ist.

Darwin bemerkte, dass jede Tier- oder Pflanzenart bald die Erde überfüllen würde, wenn alle Nachkommen lange genug überleben, um wieder Nachkommen zu haben. Es überlebt also nur eine Auswahl. Er beobachtete auch, dass die einzelnen Individuen einander nicht genau gleichen und dass diese Unterschiede vererbbar sind. Es ist naheliegend, dass diese winzigen Unterschiede bei der Entscheidung, welche Individuen selbst wieder Nachkommen haben, eine Rolle spielen. Die natürliche Selektion ist eben nicht zufällig.

Irrtum 3: „Drang zum Höheren“

Diese meist nur winzigen Abweichungen der Nachkommen von ihren Eltern sind es auch, die tausendfach aufeinander aufsetzend zu neuen Arten, Klassen und Stämmen führen. Die Grundlage der Evolutionstheorie ist eine logische Schlussfolgerung aus der Beobachtung von Variation und Vererbung und nicht ein geheimnisvoller „Drang zum Höheren“. Die Grenze zwischen Mikro- und Makroevolution, die angeblich den Übergang zwischen Arten oder Grundtypen unmöglich machen soll, ist hingegen eine Zusatzannahme, die durch keine Beobachtung oder Logik begründet wird.

Irrtum 4: „Es gibt keine Übergangsformen, und sie müssten Krüppel sein“

Die Übergänge von Fisch zum Vierbeiner, vom Dinosaurier zum Vogel, vom Landlebewesen zum Wal und vom noch-nicht-Menschen zum Homo sapiens sind so fließend, dass dort nirgends eine Grenze zu erkennen ist. Dabei ist jede Zwischenform so gut an ihren Lebensraum angepasst, dass man sie nicht als Zwischenform sondern als Endprodukt einer Entwicklung ansehen würde, wenn sie heute lebte.

Auch bei „neuen“ Organen ist kein „Sprung“ zu erkennen. Vom lichtempfindlichen Fleck bis zum Linsenauge sind viele funktionsfähige Zwischenformen bekannt, ebenso von Ausstülpungen des Darms hin zu Lungen oder Schwimmblasen und von Flossen zu Beinen. Die „unvollständigen“ Augen einer Napfschnecke, die „halben Beine“ von Tiktaalik, der „halbe Flügel“ eines Archaeopteryx, Anchiornis oder Rahonavis – sie sind alle zum Überleben gut genug.

Irrtum 5: „Die Evolutionstheorie stützt sich auf Haeckels Fälschungen“

Ernst Haeckel fertigte viele sehr schöne Zeichnungen an, und andere, für die er kritisiert wurde. Den Vorwurf der Fälschung musste er hinnehmen, als er drei Abzüge desselben Holzschnitts als Embryos von Hund, Huhn und Schildkröte veröffentlichte. Bei seinem bekanntesten Werk ist der Fall nicht so klar. Es veranschaulicht die nach Karl Ernst von Baer benannte Regel, dass Wirbeltier-Embryonen [da ist es passiert: uneinheitliche Bildung des Plurals] sich um so ähnlicher werden, je weiter man in der Entwicklung zurück geht. Wenn man zu weit zurück geht, treten allerdings die Unterschiede zwischen Eier legen und lebend Gebären hervor.

Ich kann nicht beurteilen, ob das Embryo-Vergleichsbild die Gemeinsamkeiten übertreibt, oder ob die Embryos wirklich so aussehen, wenn man jeweils eine geeignete Entwicklungsstufe wählt, Dottersäcke und sonstige Anhängsel weglässt und sie alle in derselben Größe und mit derselben Biegung darstellt. Jedenfalls stimmt die Baersche Regel – unabhängig davon, ob Haeckel bei ihrer Darstellung gemogelt hat.

Die Regel, die Haeckel selber aufgestellt hat, gilt als falsch:

Die Ontogenese rekapituliert die Phylogenese.

Damit ist gemeint,dass ein Wirbeltier in seiner Embryonalentwicklung die Evolution seiner Art durchläuft – vom Einzeller bis zum fertigen Tier. Es ist sicher falsch, dass dabei Erwachsenenstadien von Vorgängern durchlaufen werden, und Änderungen gegenüber Vorgängern werden auch nicht nur am Ende der Entwicklung angefügt, aber ich bezweifle, dass Haeckel die Biogenetische Grundregel so streng gemeint hat. Für einzelne Organe oder Merkmale trifft sie jedenfalls zu.

Bei dem Delfin-Embryo sind beispielsweise noch die Knospen zu sehen, aus denen bei Landsäugetieren die Hinterbeine werden. Bei den menschlichen Embryos ist ein Schwanz zu erkennen, der im Laufe der Entwicklung durch Zellabbau zurückgebildet wird. Der lange Schwanz des Hühner-Embryos erinnert ebenso wie die im Bild nicht sichtbaren Krallen und Zähne an Archaeopteryx und seine Dinosaurier-Vorfahren.

Weitere Beispiele für Vorgänge der Evolution, die in Embryos wiederholt werden

Bei Schildkröten-Embryos wandern die Schulterblätter von ihrer Normalposition außerhalb des Rippenkastens in Richtung Kopf und an der ersten Rippe vorbei nach innen, um die Rippen nach außen durch zu lassen, die dann den Panzer bilden. Die Ur-Schilkröte Odontochelys ist sozusagen eine Momentaufnahme dieses Vorgangs in der Stammesgeschichte. Sie hat nur die untere Panzerhälfte und die Schulterblätter befinden sich vor den Rippen.

Man sieht den Plattfischen an, dass sie auf die Seite gelegte Fische mit hohem Rücken sind. Ihre Assymmetrie verrät es, und an der Entwicklung von der Larve zum fertigen Fisch kann man die Wanderung der Augen auf eine Körperseite beobachten. Tatsächlich hat man auch Übergangsfossilien erwachsener Fische mit halb gewandertem Auge gefunden: Heteronectes und Amphistium.

Sowas kommt der falschen Vorstellung von den krüppelhaften Übergangsformen schon recht nah, aber es müssen konkurrenzfähige Tiere gewesen sein, denn sonst würden wir ja keine Fossilien von erwachsenen Exemplaren finden. Haeckels Biogenetische Grundregel, die in ihrer strengen Form widerlegt ist, stimmt in eindrucksvoller Weise für einzelne Details.

Evolution: Irrtümer und Beweise 2/2

Irrtum 6: „Der Nationalsozialismus war eine Folge der Evolutionslehre“

Von Harun Yahya wird Haeckel außerdem vorgeworfen, er hätte den Nationalsozialismus vorbereitet.
Wer das glaubt, wird überrascht sein, dass Haeckels Schriften 1935 verboten wurden. Weder Haeckel noch Darwin kommen in Hitlers Buch „Mein Kampf“ vor. Stattdessen kann man dort lesen: „Indem ich mich des Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herrn“, und damit ist nicht Herr Darwin gemeint. Die Idee, dass ein auserwähltes „Volk ohne Raum“ andere Völker bekämpfen und vertreiben darf, finden wir im Alten Testament, und die Vernichtung des Judentums unter anderem bei Martin Luther.

[Ein Rassist und Judenfeind, der tatsächlich Einfluss auf Hitler hatte, war Houston Stewart Chamberlain, und dieser lehnte Darwins Evolutionstheorie ab:

Darwins Theorie der natürlichen Züchtung ist nach kaum einem Menschenalter von allen kompetenten Naturforschern als gänzlich unzureichend erkannt worden.]

Euthanasie und Rassenhygiene haben eher mit Tierzucht zu tun als mit Evolution. Es handelt sich dabei allenfalls um die auch von Kreationisten akzeptierte Mikroevolution. Und selbst wenn die Nazis die Evolutionstheorie zur Begründung ihrer Untaten missbraucht haben sollten, dann würde davon die Evolutionstheorie nicht falsch und schon gar nicht die zugrundeliegenden Fakten „Abfolge der Arten“ und „Abstammung voneinander“. Der Abwurf einer Atombombe widerlegt ja auch nicht die Atomphysik.

Darwin wird von Harun Yahya als „Vater des Rassismus“ bezeichnet. Eine Vorliebe für die europäische Zivilisation und ein Herabblicken auf primitive Völker sind tatsächlich zu erkennen, aber wohl dem Zeitgeist geschuldet. Immerhin war Darwin ein erklärter Gegner der Sklaverei.

Darwin, C. R. to Graham, William, 3 July 1881:
„Looking to the world at no very distant date, what an endless number of the lower races will have been eliminated by the higher civilised races throughout the world.“

Darwin schrieb 1881 in einem Brief:
„Wenn man die Welt in nicht allzu ferner Zukunft betrachtet, was für eine endlose Zahl niederer Rassen wird man dann weltweit durch höher zivilisierte Rassen ausgelöscht finden!“

Das versteht Harun Yahya als Aufforderung Darwins, die niederen Rassen zu vernichten. Ich könnte mir stattdessen auch vorstellen, dass ein „leider“ dabei mitschwingt. Jedenfalls war es – wenn man „niedere Rassen“ durch „fremde Kulturen“ ersetzt – eine zutreffende Analyse. Selbst wenn rassistisches Gedankengut in Darwins Werke eingeflossen sein sollte, so wäre es aus der modernen Evolutionstheorie längst eliminiert worden. Wissenschaft passt sich, wenn auch manchmal mit Verzögerung, ständig der Realität an.

Bei denen, die die Evolutionslehre für unmoralisch halten, liegt ein Fehlschluss von Sein auf Sollen vor. Die Evolutionstheorie beschreibt nur und fordert nicht zu irgendetwas auf. Wenn man erkannt hat, dass schwache, langsame, wehrlose oder unvorsichtige Tiere ausgemerzt werden, heißt das ja nicht, das man das auch gut findet. Wenn Evolutionsbiologen etwas gegen unterlegene Arten hätten, würden sie Hunde, Schweine und Ratten auf einsame Inseln bringen, damit sich endlich starke Arten gegen die empfindliche Inselfauna durchsetzen. Stattdessen schützen sie aber Inselbiotope vor fremden Einflüssen.

Irrtum 7: „Fossilien widerlegen die Evolutionslehre“

Harun Yahya hat in seinem „Atlas der Schöpfung“ und in den Videos, die YouTube vollspammen, auf Lebewesen hingewiesen, die sich seit vielen Millionen von Jahren nicht verändert haben. Zum Beispiel zeigt er eine heutige Schildkröte und das Fossil einer Schildkröte, die vor 100 Millionen Jahren gelebt hat, und meint damit zu zeigen, dass es keine Evolution gegeben hat, weil ja keine große Änderung zu sehen ist.

Zwei Feinheiten erwähnt er dabei nicht, nämlich, dass es sich damals und heute nicht um dieselbe Art handelt und dass es in der Frühzeit der Schildkröten vor mehr als 200 Millionen Jahren Übergangsformen gab, darunter solche wie Odontochelys mit nur einer Panzerhälfte und, im Gegensatz zu heutigen Schildkröten, mit Zähnen.

Vor allem aber besteht gar kein Widerspruch zwischen der Evolution und sogenannten „lebenden Fossilien“, die sich seit 100 Millionen Jahren nicht verändert haben. Die Evolutionstheorie fordert keine ständige Veränderung und keinen Drang zum Höheren. Wenn ein Bauplan gut funktioniert und die Umwelt, an die er angepasst ist, sich nicht so sehr ändert, dass er nicht mehr angepasst ist, dann besteht kein Grund, warum er sich ändern oder aussterben sollte.

Er muss sich nicht ändern, er kann es aber.
Wenn ganz normale Hasen eine schneereiche Gegend bevölkern, wird sich bald ein weißes Winterkleid durchsetzen, eine Variante, die sonst leicht Beute von Jägern wird. Außerdem werden breite Füße und kurze Ohren selektiert, und wir haben bald eine neue Hasenart, ohne dass die ursprüngliche Art, die immer noch im Warmen lebt, sich dort verändern musste.

Ähnliches passiert mit Fischen, die von einem Tsunami in einen Vulkankrater gespült werden [Satonda]. Einige überleben trotz der schlechten Anpassung an die neue Umgebung, weil weder Konkurrenz noch Räuber vorhanden sind, und nach einigen Jahrhunderten der Anpassung unterscheiden sie sich deutlich von ihren unverändert draußen am Riff lebenden Verwandten.

Irrtum 8: „Die Evolution ist nicht bewiesen“

Ja, ich weiß, mathematisch exakte Beweise gibt es in den Naturwissenschaften gar nicht, und ich sollte vielleicht besser von Belegen reden. Aber die Belege für die Evolution kommen einem Beweis so nahe, dass ich mich traue, der Einfachheit halber dieses Wort zu benutzen.

Ich erwähnte bereits, dass die Abfolge der Arten durch die Funde in den verschiedenen geologischen Schichten belegt ist und die gemeinsamen Vorfahren in vielen Fällen durch gemeinsame endogene Retroviren.

Inaktive Gene, sogenannte Pseudogene, liefern Informationen über die Vergangenheit einer Art. Beim Menschen ist das Gen für die Produktion von Vitamin C durch eine Punktmutation deaktiviert worden. Das zeigt uns, dass es mal Vorfahren des Menschen gab, die Vitamin C nicht mit der Nahrung aufnehmen mussten. Es zeigt uns auch, dass spätere Vorfahren so viel Obst und Gemüse aßen, dass es nützlich wurde, kein Vitamin C mehr zu produzieren. Sonst hätte sich die Variante mit deaktiviertem Gen kaum in der Population fixieren können.

Auch bei den anderen Affen ist dieses Gen deaktiviert, und zwar durch genau dieselbe Mutation, was ein starker Hinweis auf die gemeinsame Abstammung ist. Bei Meerschweinchen ist es durch eine andere Mutation ausgeschaltet worden.

Ein viel weniger bekanntes Beispiel für Pseudogene sind die Geruchsrezeptoren von Walen. Wale haben einen verkümmerten Geruchssinn, viele Arten haben gar keinen. Der für den Geruchssinn zuständige Teil des Gehirns, der Riechkolben, ist dann gar nicht vorhanden. Trotzdem haben Wale viele, größtenteils deaktivierte, Gene zur Kodierung von Geruchsrezeptoren für das Riechen in der Luft.

Wenn man nicht gerade glaubt, der Schöpfer dieser Gene wolle uns an der Nase (!) herumführen, bleibt nur der Schluss, dass Vorfahren der Wale an Land gelebt haben – und dies wird durch Fossilien ja auch bestätigt.

Irrtum 9: „Irreduzible Komplexität ist ein Problem für die Evolutionstheorie“

[Hier kommt eine arte-Dokumentation, wo Michael Behe die „Irreduzible Komplexität“ anhand einer Mausefalle erklärt]

Die Mausefalle ist kein Lebewesen, und somit ein schlechtes Beispiel. Ich zeige stattdessen, wie die ganz ähnlich gebaute Venusfliegenfalle entstanden sein kann. Wie die Mausefalle hat sie einen Auslöser und harte Teile, die zuschnappen und so die Beute festhalten. Ich habe kein Problem damit zuzugeben, dass die Venusfliegenfalle irreduzibel komplex ist. Wenn man von den Komponenten Sensor, Bewegung und spezielle Blattform nur einen weglässt, würde sie nicht mehr funktionieren.

Trotzdem ist eine Entstehung der Venusfliegenfalle aus einer anderen bekannten fleischfressenden Pflanze plausibel, nämlich aus dem Sonnentau. Die Lösung des Problems ist, dass es noch eine weitere Komponente der Falle gibt, nämlich klebrige Tropfen auf den Blättern, und der letzte Schritt zur Entstehung der Venusfliegenfalle war nicht das Hinzukommen einer Komponente sondern der Wegfall des Klebstoffs.

Wenn man mit klebrigen Blättern beginnt, die ein kleines Insekt festhalten und verdauen können, kann man in winzigen Schritten den Sensor und das Zusammenfalten des Blattes hinzufügen, zunächst ganz langsam dann schneller, und schließlich auch die Borsten am Rand des Blattes, die das Entkommen der Beute verhindern. Dabei wird die Falle ständig effektiver, so dass auch ein Selektionsvorteil gegeben ist.

Übrigens gibt es auch Mausefallen, die nur aus einer Matte mit Klebstoff bestehen.

Ausblick

Es wird wahrscheinlich noch ein Film folgen, denn es fehlen bei den Irrtümern noch:

  • Die Evolution kann keine Information erzeugen
  • Mutationen sind immer schädlich.

Und bei den Beweisen fehlen:

  • der Verlauf des Nervus laryngeus recurrens
  • die Struktur von Chromosom 2
  • Lenski-Langzeitexperiment
  • Biogeografie.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Diesen Beitrag habe ich von http://kereng.blogage.de/ nach WordPress kopiert.
Hier sind die bisher bei blogage.de aufgelaufenen Kommentare:

Interessierter

Auf der Seite von http://www.0095.info gibt es Thesen gegen Evolutionstheorie. Vielleicht könntest du die anschauen und paar Kommentare auf der besagten Seite zu den Thesen schreiben.

kereng

@Interessierter

95 Thesen sind zu viel, um auf alles einzugehen. Such dir bitte eine aus, die dich besonders interessiert!

Ich sage trotzdem schonmal was zur ersten These.

Es gibt kein einziges belegbares Beispiel für Makroevolution. Aneinandergereihte Mikroevolution ergibt keine Makroevolution, weil dabei keine neuartigen Organe, Strukturen und Funktionen entstehen und keine Zunahme entsprechender Information in der Erbsubstanz des Lebewesens stattfindet. …

Sofern man den Unterschied zwischen Menschen und anderen Affen als „makro“ ansieht, hat man ein Beispiel für Makroevolution, und es ist durch endogene Retroviren belegt.

Eine neue Funktion wurde bei Escherichia coli im Lenski-Langzeitexperiment beobachtet. Hier vermute ich eine Neuerung im Erbgut, während es bei den Zäkalklappen der auf Pod Mrčaru ausgesetzten Eidechsen eine Reaktivierung vorhandener Gene sein könnte.

Sehen die Kreationisten Gemüse als gottgegeben an? Sonst sind auch die verzehrbaren Teile von Rosenkohl, Blumenkohl, Wirsing und Brokkoli neu gezüchtete Strukturen.

Nach den üblichen Definitionen von Information ergeben Mutationen häufig eine Zunahme.

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Eine Antwort zu Zwei weitere Evolutionsvideos

  1. Pingback: 2010 | kěrěng

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