Embryologie im Koran

Wie konnte Muhammad tatsächlich in der Lage sein dies alles vor 1400 Jahren zu wissen, wenn Wissenschaftler diese Erkenntnisse erst kürzlich mit moderner Ausstattung und leistungsfähigen Mikroskopen gewannen, die zu jener Zeit gar nicht existierten?

So fragen zahlreiche Internetseiten (Link 1, 2, 3, 4, 5), die ihren Text offenbar alle aus der gleichen Quelle kopiert haben.

Was mit „dies alles“ gemeint ist, ist nicht leicht zu erraten, denn vor der zitierten rhetorischen Frage steht vieles über die Embryonalentwicklung, was man gar nicht wissen muss, um die betrachteten Koranverse zu verfassen:

23:12 Und wahrlich, Wir erschufen den Menschen aus einer Substanz aus Lehm.
23:13 Alsdann setzten Wir ihn als Samentropfen an eine sichere Ruhestätte.
23:14 Dann bildeten Wir den Tropfen zu einem Blutklumpen; dann bildeten Wir den Blutklumpen zu einem Fleischklumpen; dann bildeten Wir aus dem Fleischklumpen Knochen; dann bekleideten Wir die Knochen mit Fleisch; dann entwickelten Wir es zu einer anderen Schöpfung. So sei denn Allah gepriesen, der beste Schöpfer.

Die Vorstellung, dass ein Gott den ersten Menschen aus Lehm geformt und dann zum Leben erweckt hat, finden wir außer im Koran auch in der Bibel sowie in vorbiblischen sumerischen und babylonischen Mythen. Aus wissenschaftlicher Sicht ist es grundfalsch.

Auch der nächste Vers 23:13 ist nicht besonders wissenschaftlich, denn nicht der Samentropfen wird zum Menschen, sondern die von nur einem Spermium befruchtete Eizelle. Das konnte man aber ohne moderne Technik nicht wissen. Folgerichtig steht es nicht im Koran.

Der befremdliche Sprung von der Erschaffung des ersten Menschen aus Lehm zur Zeugung jedes Menschen aus Samen hat eine Parallele im Buch Hiob der Bibel

Hiob 10,9: Gedenke doch, daß du mich aus Lehm gemacht hast; und wirst mich wieder zu Erde machen? 10 Hast du mich nicht wie Milch hingegossen und wie Käse lassen gerinnen? 11 Du hast mir Haut und Fleisch angezogen; mit Gebeinen und Adern hast du mich zusammengefügt.

Das Wort „Alaqah“

Das Hauptargument der Koranbeweiser ist die angebliche Genauigkeit, mit der „Alaqah“ verschiedene Aspekte des Embryos beschreibt.

Das arabische Wort Alaqah hat drei Bedeutungen: (1) Blutegel, (2) hängendes Ding und (3) Blutklumpen.

Was hat das mit dem Koran zu tun?

Wenn „Alaqah“ diese Bedeutungen schon hatte, bevor es den Koran gab, musste der Autor dieser Verse den Embryo zwangsläufig als Blutegel und Anhängsel beschreiben, auch wenn er nur einen Blutklumpen meinte und nichts vom Aussehen und Anhängen wusste. Vielleicht hat sich aber auch die Bedeutung „Blutklumpen“ für „Alaqah“ erst nachträglich eingebürgert, weil der Stand der Medizin damals aussagte, dass ein Embryo nach der Samen-Phase zum Blutklumpen wird. In keinem Fall kann man die unterschiedlichen Wortbedeutungen von „Alaqah“ dem Koran als Verdienst anrechnen, selbst wenn sie den Embryo zutreffend beschreiben sollten, was für „Blutklumpen“ allerdings mehr als zweifelhaft ist.

In Lane’s Lexikon finden wir als weitere, noch später hinzugekommene, Wortbedeutungen auch „germ-cell“ und „fertilised female ovum“, also „Keimzelle“ und „befruchtete Eizelle“. Günter Lüling und Christoph Luxenberg haben unabhängig voneinander vorgeschlagen, Alaq in 96:2 mit „Lehm“ zu übersetzen (siehe dazu auch den Kommentar von Dr. Christoph Heger). Die Meinungen anderer Übersetzer:

96.2. den Menschen erschaffen hat aus einem Anhängsel. (Bubenheim)
96.2. Er erschuf den Menschen aus einem Embryo. (Azhar-Universität)
96.2. ER erschuf den Menschen aus ‚Alaq. (Zaidan)
96.2. den Menschen aus einem Blutklumpen Embryo erschaffen hat! (Paret)

Außer „Alaqah“ soll auch „Mudghah“=“Fleischklumpen, gekaute Substanz“ unglaublich genau sein. Als Beweis wird gezeigt, dass man ein Kaugummi so formen kann, dass es einem Embryo ähnelt. Lächerlich.

Eigentlich hat weder ein Klumpen noch eine gekaute Substanz eine bestimmte Form, und es ist merkwürdig, dass auf die schon einigermaßen strukturierte Blutegel-Phase wieder eine formlose Masse folgen soll.

Keith L. Moore und Scheich al-Zindani

Schließlich wird auf den mittlerweile pensionierten Professor Keith L. Moore verweisen, der gesagt haben soll:

Soweit von der Geschichte der Embryologie bekannt ist, war von den Stadien des menschlichen Embryos und deren Klassifizierung bis zum zwanzigsten Jahrhundert wenig bekannt. Aus diesem Grunde können die Beschreibungen des menschlichen Embryos im Quran im siebten Jahrhundert nicht auf wissenschaftlichem Wissen basieren.  Die einzige vernünftige Schlussfolgerung ist: diese Beschreibungen wurden dem Propheten Muhammad von Gott offenbart. Er konnte derartige Details nicht wissen, auch war er Analphabet ohne jegliche wissenschaftliche Ausbildung.

Ob Moore für diese Äußerungen bezahlt wurde, ist mir nicht bekannt. Ich halte es für sehr wahrscheinlich. Auch für sein Buch The Developing Human: Clinically Oriented Emryology with Islamic Additions dürfte er fürstlich entlohnt worden sein. Er hat dort dem Scheich al-Zindani erlaubt, das Lehrbuch mit islamischen Kommentaren zu ergänzen.

Dieser al-Zindani, auch Azzandani, hat in den Achtzigerjahren einigen Wissenschaftlern positive Aussagen über den Koran entlockt, indem er behauptete, es würde der Wissenschaft in den arabischen Ländern nützen, wenn sie nicht im Widerspruch zum Koran stünde. Stattdessen kursieren diese Aussagen jetzt im Internet, vor allem bei YouTube, um den Koran aufzuwerten.

Al-Zindani, der gerne mit rotgefärbtem Bart auftritt, hat auch ein Heilmittel gegen Aids entdeckt und nachgewiesen, dass das Steißbein unzerstörbar ist und am Weltende die Körper der Toten neu daraus erwachsen. Ein Scharlatan eben. Die USA stufen ihn als Sympathisant des Terrorismus ein. In der Liste der Geldgeber für Moore’s Buch …with Islamic Additions taucht Osama bin Laden auf, der damals allerdings noch nicht als Terrorist galt.

Keith L. Moore ist nie zum Islam konvertiert und hat offenbar den Koran nicht gelesen, nicht einmal die Stellen, die mit Embryologie zu tun haben. In der aktuellen Ausgabe von

Embryologie: Entwicklungsstadien- Frühentwicklung- Organogenese- Klinik
von Keith Moore,T. V. N. Persaud, Christoph Viebahn,
Elsevier, Urban&Fischer Verlag, 2007

lesen wir auf Seite 12:

So steht im Koran (7. Jh n. Chr.), dass sich menschliche Wesen aus einer Mischung von männlichen und weiblichen Sekreten bilden. Es heißt dort außerdem, der Mensch gehe aus einem Nutfa (kleinen Tropfen) hervor, und sechs Tage nach seiner Entstehung siedele sich der Organismus wie ein Samenkorn in der Gebärmutter an. Weiterhin sagt der Koran, der frühe Embryo habe ein egelähnliches Aussehen und ähnele später einer „durchgekauten Substanz“.

Wer das geschrieben hat, kennt den Koran nicht. Es steht nichts von „weiblichen Sekreten“ darin. Die unklare Ausdrucksweise des Korans verträgt sich sowohl mit Galens Zweisamenlehre als auch mit Aristoteles, der nur männlichen Samen postulierte. Es steht erst recht nichts von der Zeit bis zur Einnistung oder von der Dauer der Entwicklungsphasen im Koran. Der Koran sagt auch nicht wirklich „egelähnliches Aussehen“, er benutzt lediglich ein Wort für Embryo, das nebenbei auch Blutegel bedeutet. Offenbar hat Moore den Einflüsterungen al-Zindanis blind geglaubt, ohne selbst nachzulesen. Auch die fragwürdige Vorstellung, der Verfasser des Korans sei ein Analphabet gewesen, hat Moore wohl von al-Zindani.

Stand der Embryologie vor dem Koran

Die Erwähnung mittelalterlicher Irrtümer in Westeuropa (Hamm und Leeuwenhoek) auf den Koranbeweiserseiten ist eine bewusste Irreführung, die dem Leser suggerieren soll, es habe weder vor noch nach dem Koran bis zur Neuzeit irgendwelches Wissen über Embryos gegeben.

Im Gegensatz zu Moore’s Zitat oben, war „von den Stadien des menschlichen Embryos und deren Klassifizierung“ durchaus einiges bekannt. In seinem aktuellen Buch steht auf Seite 11:

Vermutlich 1416 v. Chr. wurde eine kurze Abhandlung über die altertümliche indische Embryologie niedergeschrieben. …
„Der Embryo entsteht aus der Verbindung von Blut und Samen. Während der für die Empfängnis günstigen Zeit, nach dem Geschlechtsverkehr, bildet sich daraus ein Kalada (ein 1 Tag alter Embryo). Nach sieben Tagen geht daraus ein Bläschen hervor. Nach zwei Wochen entsteht ein kugelförmiger Haufen. Nach einem Monat wird daraus eine feste Masse. Nach zwei Monaten bildet sich der Kopf. Nach drei Monaten erscheinen die Gliedmaßen.“

Wenn das falscher ist als der Koran, dann nur, weil es genauer ist. Die Embryologie im Koran ist nur wenig genauer als das Zitat aus dem Buch Hiob. Der indische Text gibt darüber hinaus Formen und sogar Zeitspannen an. Die alten Griechen waren noch ausführlicher. Über ein Buch des griechischen Arztes Galen (2.Jh n. Chr.) schreibt Moore (S.11):

Darin beschrieb er die Entwicklung und die Ernährung von Feten, sowie die Strukturen, die heute als Allantois, Amnion und Plazenta bezeichnet werden.

Im Vergleich mit dem Koran ist aber folgender Text Galens aus de Semine interessanter (übersetzt nach answering-islam.org):

Aber gehen wir zurück zur ersten Gestaltung des Tieres, und um den Bericht ordentlich und klar zu machen, teilen wir die Schaffung des Fötus insgesamt in vier Zeiträume. Im ersten herrscht, wie man es in Abtreibungen und Dissektion sehen kann, die Form des Samens vor. Zu diesem Zeitpunkt nennt auch der großartige Hippokrates die Form des Tieres noch nicht einen Fötus. Wie wir soeben gehört haben, endet die Samenphase am sechsten Tag, also spricht er noch von Samen.

Wenn es mit Blut gefüllt wurde, und Herz, Gehirn und Leber noch nicht ausgebildet und formlos sind, aber schon eine gewisse Festigkeit und gewisse Größe haben, ist dies die zweite Periode. Die Substanz des Fötus hat das Erscheinungsbild von Fleisch und nicht mehr von Samen. Dementsprechend nennt Hippokrates eine solche Form nicht mehr Samen sondern Fötus.

Die dritte Periode folgt auf diese, wenn es möglich ist, die drei Hauptorgane deutlich zu sehen und eine Art Umriss, eine Silhouette von allen anderen Teilen. Man kann die Gestalt der drei Hauptorgane klar sehen, den Magen schwächer und die Gliedmaßen noch weniger. Später bilden sie „Zweige“, wie Hippokrates es ausdrückte, womit er ihre Ähnlichkeit mit Ästen feststellte.

Die vierte und letzte Periode ist das Stadium, wenn alle Teile der Gliedmaßen voll ausgebildet sind. In dieser Phase nennt der wunderbare Hippokrates den Fötus nicht mehr nur ein Embryo, sondern auch schon ein Kind, da es zuckt und sich bewegt wie ein voll ausgebildetes Tier …

… Die Zeit ist für die Natur gekommen, die Organe genau auszubilden und alle Teile zur Vollendung zu bringen. So lässt sie Fleisch rund um alle Knochen wachsen, und zur gleichen Zeit … macht sie an den Enden der Knochen Bänder, die sie miteinander verbinden, und über ihre gesamte Länge platziert sie rundherum auf allen Seiten dünne Membranen, genannt Knochenhaut, auf denen sie Fleisch wachsen lässt.

Wir erkennen mühelos die im Koran angegebenen Phasen Samen (nutfah), Blutklumpen (Alaqa), Klumpen mit Struktur (Mudghah) und dann Knochen, die von Fleisch bedeckt werden. Man kann sich des Eindrucks kaum erwehren, dass der Autor der Koranverse Galens Werk kannte, zumal der Fehler, erst gebe es die Knochen, die dann mit Fleisch umkleidet werden, im Koran wiederholt wird.

Es folgen noch zwei Beispiele für das, was man ohne Mikroskop vor dem Koran schon beobachten konnte.

Aristoteles, übersetzt nach Zitaten von Denis Giron in Google Groups 2003:

… einige der Teile sind bereits im Embryo klar sichtbar, andere hingegen nicht. Das liegt sicher nicht daran, dass sie einfach zu klein sind, denn die Lunge ist größer als das Herz, und doch erscheint sie später als das Herz in der Entwicklung.

Aus der lesenswerten Doktorarbeit von Julia Bummel:

Athenaios unterteilt die Entwicklung des Embryos bis zur Herausbildung der menschlichen Gestalt in vier Stadien zu je neun Tagen: Am 9. Tag sind im Keimling feine blutige Linien bzw. Streifen erkennbar; am 18. Tag zeigen sich fleischartige Gebilde und Fasern; am 27. Tag haben sich die Anlagen für das Rückgrat und den Schädel herausgebildet, und am 36. Tag ist der Embryo gegliedert, wobei sich die definitive Formierung bis zu 4 Tagen verzögern kann. Die Maximaldauer einer Gliederung beträgt also 40 Tage – eine Auffassung, die dem Fragment bei Oreibasius zufolge auch Empedokles und Diokles teilten.

Embryologie in Hadithen

Wo der Koran nicht genau genug ist, beachten die Muslime zusätzlich sogenannte Hadithe, also Erzählungen aus dem Leben Mohammeds, die meist einen Ausspruch des Propheten enthalten. Ich halte die alle für erfunden und heutige Muslime halten meist einen Teil davon für falsch, aber in alten Zeiten hat man sowas durchaus ernst genommen:

Es berichtet uns der Gesandte Gottes, und er ist der Wahrhaftige und Glaubwürdige:

„Wenn einer von euch geschaffen wird, so wird er im Leibe seiner Mutter vierzig Tage lang zusammengebracht.
Dann ist er ebensolange ein Blutklumpen.
Dann ist er ebensolange ein Fleischklumpen.
Dann schickt Gott einen Engel mit vier Wörtern. Und er schreibt auf sein Handeln, seinen Todestermin, seinen Lebensunterhalt und (ob er) ’verdammt’ oder ’selig’ (sein soll). Dann wird ihm der Lebensodem eingehaucht.“

(Zitiert aus der Doktorarbeit von Julia Bummel S.184, die wiederum aus den Sahih-Hadithen von al-Buchari zitiert.) Einen entsprechenden Hadith habe ich online bei Muslim gefunden (Kapitel 33, Nummer 6390). Man vergleiche, wie ein Embryo nach 50 Tagen aussieht. Dem Hadith zufolge ist er bis zum 120. Tag noch ein Fleischklumpen.

Islamische Medizin

Der Titel von Julia Bummels Dissertation (Hamburg 2000) lautet:

Zeugung und pränatale Entwicklung des Menschen
nach Schriften mittelalterlicher muslimischer Religionsgelehrter
über die „Medizin des Propheten“
.

Sie untersucht darin hauptsächlich die Einflüsse des Korans, der Hadithe und der griechischen Medizin auf muslimische Mediziner des 12.-15. Jahrhunderts.

Diese kannten sowohl die oben angeführten Griechen, die die Zeit bis zur Ausbildung von Gliedmaßen mit etwa 40 Tagen angaben, als auch die Hadithe mit der dreifachen Zeitspanne und hatten Probleme beides miteinander zu vereinbaren.

Die Seite quranicstudies.com erwähnt zwar nur Hadithe, die für die ersten drei Phasen zusammen 40 Tage angeben, aber die von Julia Bummel aufgeführten Muslime entnahmen ihren religiösen Schriften durchweg 120 Tage. Seite 190:

Nach Auffassung von Ibn Qayyim geben einzig und allein die religiösen Quellen über den tatsächlichen Verlauf der Embryonalentwicklung verläßlich Aufschluß. Für ihn besteht daher kein Zweifel, daß sich der Embryo nach dem Willen Gottes im 40-Tagesrhythmus zunächst vom Tropfen zum Blutklumpen und dann zum Fleischklumpen entwickelt und dabei allmählich Form annimmt, bis der Ausformungsprozeß bei der Schicksalfestlegung endgültig abgeschlossen wird und die Leibesfrucht den Lebensodem empfängt.

Andere islamische Mediziner gaben der griechischen Medizin den Vorzug und wieder andere ließen die Widersprüche einfach unter den Tisch fallen. Bummel, Seite 203, über al-Azraq:

Möglicherweise enthält er sich eines Kommentars, weil zwischen den Zeitangaben der religiösen und der medizinischen Überlieferung ein unlösbarer Widerspruch besteht. Denn nach dem Ibn Masud-Hadith dauert es 40 Tage, bis der Samen zum Blutklumpen wird, während dieser Vorgang aus medizinischer Sicht nur rund 14 Tage in Anspruch nimmt. Nach dem Ibn Masud-Hadith verstreichen weitere 40 Tage, also insgesamt 80 Tage, bis das Fleischklumpen-Stadium einsetzt. Demgegenüber vergehen der medizinischen Quelle zufolge bis zur Ausbildung des Fleisches insgesamt nur etwa 21 Tage.

Dass sogar heute noch solche Hadithe geglaubt werden, zeigt Julia Bummel mit einer Anekdote (Seite 216):

Bei einem persönlichen Gespräch mit Prof. Dr. Hasan Muhram von der Kulliyat usul ad-din an der religiösen Hochschule al-Azhar in Kairo im Juni 1997 vertrat dieser die Ansicht, nicht nur der Mann, sondern auch die Frau trage einen Samen zur Fortpflanzung bei. Auf unseren Einwand, es sei wissenschaftlich bewiesen, daß nur der Mann Samen zur Reproduktion beisteuere, erwiderte er, die Existenz eines weiblichen Samens und dessen Funktion bei der Fortpflanzung sei aufgrund von etlichen Koranversen und wegen der in ihrem Wortlaut eindeutigen sowie ewig gültigen Aussagen des Propheten unbestritten. Zudem ließe sich nur mittels des weiblichen Samens erklären, warum die Frau Lust beim Geschlechtsakt verspüre, wie das Kind im Mutterleib entstehe und worauf sowohl die allgemeine als auch die spezielle Ähnlichkeit des Kindes mit seinen Eltern zurückzuführen sei.

Taraib und Sulb

(Siehe dazu auch meinen Kommentar vom 2.9.2012)

Hippokrates nahm an, dass der Samen mit dem Blut aus dem Gehirn über das Rückenmark und die Nieren in die Hoden gelangt, und dabei überall Bestandteile sammelt. Vers 86:7 könnte davon beeinflusst sein:

86:5 Der Mensch möge doch bedenken, aus was (für einem Stoff) er erschaffen ist!
86:6 Er ist aus hervorquellendem Wasser geschaffen,
86:7 das zwischen Lende und Brustkasten (?) herauskommt.

Der Koranübersetzer Rudi Paret hat hier ein Fragezeichen gesetzt, weil die Wortbedeutung unklar ist. Julia Bummel führt aus (S.78):

So finden sich in ihren Aufstellungen Bedeutungen, die die tara’ib mit dem Brustkorb als ganzen gleichsetzen oder aber mit einzelnen Teilen von ihm (z. B. die Stelle zwischen oder über den Brüsten, die vier Rippenpaare). Darüber hinaus können unter den tara’ib aber z. B. auch die Arme, Beine und Augen verstanden werden.

und sie zitiert al-Azraq:

Der Samen (ma’) des Mannes stammt aus dessen Lende, der der Frau aus deren Brustkorb.

Einige islamische Mediziner wollten nämlich die Zweisamenlehre im Koran finden, weil sie offenbar in den Hadithen vertreten wird (Bummel, S.98):

Durch Abd Allah Ibn Mas’ud (32/652-3) ist ein Ausspruch des Propheten überliefert:

„Der Tropfen des Mannes ist dickflüssig. Aus ihm entstehen die Knochen und die Nerven. Und der Tropfen der Frau ist dünnflüssig. Aus ihm bilden sich das Fleisch und das Blut.“

Dementsprechend wurde auch das „Gemisch“ in 76:2 als Sperma von Mann und Frau verstanden:

76:2 Wir haben den Menschen aus einem Tropfen, einem Gemisch, geschaffen, um ihn auf die Probe zu stellen.

Geschlechtsbestimmung

Bei Harun Yahya (Link 1, 2) lesen wir

Der Quran sagt, dass das Spermium entscheidet, ob das Baby ein Mädchen oder ein Junge wird.

53.45. Und daß er (die Menschen in) beiderlei Geschlecht erschafft, männlich und weiblich,
53.46. aus einem Tropfen (Sperma), wenn er (bei der Begattung) ausgestoßen wird,

Die Wahrheit dieses Verses im Quran wurde wissenschaftlich durch Forschungen in der Genetik und der Mikrobiologie bewiesen. Wir wissen heute, dass das Geschlecht vom männlichen Spermium bestimmt wird und dass die weibliche Eizelle hierauf keinen Einfluss hat.

Die Verse sagen aber nichts dergleichen aus. Abgesehen davon, dass der Koran eventuell auch weiblichen Samen meint, würde ein entsprechend gebauter Satz sonst auch aussagen, dass das Holz entscheidet, ob es Tisch oder Stuhl wird:

Er erschafft beiderlei Möbel, Tische und Stühle,
aus Holz, wenn es in die Tischlerei kommt.

Im Widerspruch zu Harun Yahyas Behauptung stehen auch diese beiden Hadithe, die sich zudem gegenseitig widersprechen.

Sahih Muslim, Nummer 3/0614:
… Die reproduzierende Substanz des Mannes ist weiß und die der Frau gelb, und wenn sie Verkehr haben und die Substanz des Mannes über die Substanz der Frau überwiegt, wird es nach Allahs Beschluss ein männliches Kind, und wenn die Substanz der Frau über die vom Mann hinzugegebene Substanz überwiegt, wird es nach Allahs Beschluss ein Mädchen. …

Die englische Version des Hadith vermied das Wort „Samen“. Das habe ich in der Übersetzung so gelassen.

Sahih Muslim, Nummer 33/6392; Julia Bummel, S. 184:
Zu dem Tropfen tritt, nachdem er in der Gebärmutter 40 oder 45 Nächte blieb, der Engel hinzu. Und er sagt: Oh Herr! (Soll er) ’verdammt’ (wö. unglücklich) oder ’selig’ (wö. glücklich) (sein)? Beides wird aufgeschrieben. Und er sagt: Oh Herr! (Soll er) männlich oder weiblich (sein)? Und beides wird aufgeschrieben. Und sein Handeln, Einfluß (atr), Todestermin und Lebensunterhalt werden aufgeschrieben.

Wenn der Koran klar sagen würde, wie das Geschlecht bestimmt wird, wie sind dann solche Hadithe zustande gekommen?

Drei Finsternisse

39:6 Er erschafft euch in den Schößen eurer Mütter, Schöpfung nach Schöpfung, in drei Finsternissen. Das ist Allah, euer Herr, Sein ist das Reich.

Diverse islamische Seiten (Link 1, 2) versuchen, dies als Wunder zu verkaufen:

Diese drei „Finsternisse“ sind von außen nach innen
a) die mütterliche Bauchwand,
b) die Gebärmutter
c) die Eihäute.
Der Prophet war kein Embryologe, kein Mediziner, kein Gynäkologe.

Drei Finsternisse sind nicht 3 Membranen, Häute oder Wände. Das ist eine weit hergeholte Interpretation. Die drei genannten Wände sind willkürlich gewählt. Die alten Griechen kannten selbstverständlich diese drei und weitere Membranen, Häute oder Wände lange vor dem Koran.

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Diesen Beitrag habe ich von http://kereng.blogage.de/ nach  WordPress kopiert.
Hier sind die bisher bei blogage.de aufgelaufenen Kommentare:

Dr. Christoph Heger

Dieser an sich wertvolle Beitrag übersieht einen wichtigen Punkt: In Sure 86 steht nicht (wie an anderen Stellen des Korans) „`alaqah“, sondern „`alaq“. Das ist ein wichtiger Unterschied, über den die üblichen Koranübersetzungen hinweggehen.

„`alaq“ ist im Sinne der arabischen Grammatik ein sog. Kollektivnomen, das niemals einen (einzelnen) Blutklumpen, Fleischklumpen usw. bezeichnen kann, sondern bestenfalls nur kollektiv „Blutklumpenmasse“, „Fleischklumpenmasse“ – im Gegensatz zum nomen unitatis „`alaqah“, das eben so etwas einzelnes bezeichnet.

Tatsächlich bezeichnet „`alaq“ jede (an den Händen) klebende Masse, insbesondere Ton oder Lehm, also genau das, woraus nach biblischer und altorientalischer Auffassung der Mensch gebildet wurde. Daß in Sure 86 nicht das üblichere Wort „tîn“ für Lehm oder Ton verwendet wird hat einen einfachen Grund: Reimzwang.

MfG
Christoph Heger

 

kereng

Hallo Herr Dr. Heger,

schön, mal wieder von Ihnen zu hören!

Wir hatten im Mai 2008 per Email korrespondiert. Damals ging es um die Herkunft von „Allah“ und die ursprüngliche Verwendung der Kaaba.

Vielleicht erinnern Sie sich, auch wenn ich hier lieber anonym bleibe.

Vielen Dank für die interessante Ergänzung!

Mfg „kêrêng“

 

Dr. Christoph Heger

Guten Abend kêrêng,

nein, leider erinnere ich mich nicht mehr. Ich bitte das zu entschuldigen. Ich führe eine sehr umfangreiche e-Mail-Korrespondenz und kann jetzt so schnell nicht in alten Backups nachschauen. Gerade wegen der Herkunft von „Allah“ und der ursprünglichen Verwendung der Kaaba habe ich viel (freundlichen und weniger freundlichen) Austausch gehabt.

Trotzdem freue ich mich, jemanden wieder zu treffen, mit dem ich offenbar freundlichen Austausch hatte.

Aber warum meinen Sie, ich träte hier anonym auf? Ich trete doch hier (wie auch sonst) mit meinem bürgerlichen Namen auf.

MfG
Christoph Heger

 

kereng

Hallo Herr Dr. Heger,

nicht ich schreibe „(Anonym)“ unter Ihren Namen. Das macht die Blog-Software automatisch. Es liegt wohl daran, dass sie nicht bei blogage.de registriert und eingeloggt sind.

Mfg kêrêng

 

Andreas Heisig

Salam Kereng!

Vielleicht erinnerst Du Dich an mich, wenn nicht, auch nicht schlimm.

Du müsstest einige Kleinigkeiten am Text verbessern: Sure 96 Vers 2 in der Übersetzung von Paret wird falsch wiedergegeben: Du zitierst vermutlich nach irgendeiner Online-Version: das würde ich lassen, denn es bestehen gravierende Unterschiede zum offiziellen Druck – grundsätzlich.

Diese Koranwunder halte ich für sinnlose Übertreibungen. Der Koran hatte nie die Aufgabe ein Orakelbuch zu sein. Das Beispiel mit dem Holz halte ich dennoch für ziemlich weit hergeholt, denn es kommt meiner Meinung nicht darauf an, wer das Geschlecht bestimmt, sondern wann.

wa salam,

Andreas

 

kereng

Hallo Andreas,

vielen Dank für den Hinweis auf die falsche Paret-Übersetzung. Ich hoffe, „Embryo“ stimmt nun. Google Books zeigt ausgerechnet diese Seite nicht an.

Die angebliche akkurate Darstellung der Geschlechtsbestimmung in 53:46 lässt sich durch die Betrachtung des Zeitpunkts nicht retten. Die Festlegung des Geschlechts geschieht erst bei der Verschmelzung einer Samenzelle mit der Eizelle, und das kann drei Tage nach dem Verkehr sein.

Zudem steht ja von einer Entscheidung über das Geschlecht gar nichts in den beiden Versen. Es steht da, dass Mädchen und Jungen aus einem Tropfen entstehen.

Schöne Grüße, kereng

 

Andreas

Salam Kereng!

Ich nehme für „wichtige“ Artikel grundsätzlich nur noch Übersetzungen, die ich im Regal habe; bei den Online-Versionen habe ich teilweise schon sehr graverende Unterschiede festgestellt. Da übersetzt Paret angeblich auch nicht mit den Begriff „Allah“. Recht viele Begriffe stehen da als Transliteration, obwohl Paret sich einfach nur übersetzt hat.

Für mich bedeutet der Vers nur, dass das Geschlecht mit dem Sperma zu tun hat. Das hatte ich auch mal mit UG auseinandergesetzt. Manche Sichtweisen kriegt man nicht zusammen.

Anbei: auf das Argument mit den Ahadith würde ich verzichten, da es nichts belegen kann. Ahadith sagen auch, bei Zina sei zu steinigen und da ist der Koran glasklar, denn er nutzt dieselben Begrifflichkeiten und verlangt eine andere Strafe.

wa salam

Anbei: ich fänd es klasse, wenn Du in Deinen Artikeln richtige Fußnoten machen würdest.

 

kereng

Hallo Andreas,

was meinst du mit Fußnoten?

Ich finde es viel angenehmer, wenn die Links zu Quellen direkt im Text stehen und man nicht erst ans Seitenende springen muss.

Schöne Grüße, kereng

 

Andreas

Salam Kereng! Online ist es sicher nützlich, aber wenn man sich den Text ausdrucken will, dann wäre beides vielleicht von Vorteil. wa salam

 

ZeroX

Nette Propaganda Christoph Heger 😉

Christliche Missionare die mit UG arbeiten,low!

 

Friden

Hallo,

haben sie die debatte im HDW jetzt aufgegeben?

 

kereng

@Friden

Man könnte auch sagen, dass ich Dr. AbuBakr freundlicherweise nicht weiter vorführe, in die Enge treibe und bloßstelle.

Wie soll man mit jemandem diskutieren, der meint, alle Wissenschaftler, deren Ergebnisse ihm nicht gefallen, seien Atheisten und Lügner? Als er dann noch das Töten von Homosexuellen befürwortete, habe ich beschlossen, mich von dem „Haus der Wahrheit“ fern zu halten.

Vielleicht schreibe ich trotzdem später nochmal was.

 

Andreas

Salam Kereng! Was? Du bist dort nicht gesperrt worden??? Irgendwas hab ich damals falsch gemacht. *gg* wa salam

 

Einer der si… (Anonym)

…warum es Menschen gibt, die sich das Ziel setzen, etwas zu widerlegen, wofür Gelehrte an die 20 Jahre und noch länger daran studieren und nicht mal die diese Aussagen als 100%ig wahr oder falsch zu deuten?

Es ist respektlos dem gegenüber der sein Leben dem zu schreibt und „richtige“ Recherche führt und nicht semi autodidaktisch sich im Internet schlau machen. Klar gibt es gute Seite aber als Laie wird man nicht wirklich das Richtige finden. Nicht mal ich als Muslim habe die Seiten die einem Klarheit bringen.

Und vor allem: Die arabische Sprache ist ein Rätsel für sich.

Es gibt kaum noch jemanden der ansatzweise die koranische Sprache beherrscht. Einige Beduinen Stämme haben noch einen kleinen Einfluss davon.

Leopold Weiss, Sohn eines Rabbiners. Geboren Anfang des 20. Jahrhunderts. Weiß nicht ob der Name bekannt ist aber sein Leben führte er als Mohammad Asad und wurde zum Gelehrten des Islams. Sein Lebenswerk: die koranische Botschaft wiederaufzunehmen. Er deutete in einer modernerin Sprache den Koran und gab Kommentare zu all dem was kommentarbedürftig ist.

Wie hat er das gemacht? Wie hat er sich an diese große Schrift und an diese facettenreiche Sprache ran gemacht? Was waren seine Mittel?

Er lebte mehrere Jahre in Saudi-Arabien und misch sich unter die Beduinen. Durchquerte mit ihnen die Wüste. Lernte das Hocharabisch und lernte von den Beduinen die Dialekte. Er nahm sich 2 Jahre für seine Deutung des Korans vor aber darraus wurden 17 Jahre.

Und von diesen Gelehrten gibt es zahlreiche die diese Wege gingen und gehen.

Frage mich immer noch wie Menschen die nicht ansatzweise solchen Wissens mächtig sind, sich erlauben Thesen und Meinungen zu bilden, was ja nicht das Anstößige ist, sondern das unters Volk zu bringen und als „richtig“ zu presentieren.

Ich bitte um Contenance und Respekt.

Eine Arbeit die wieder nur spaltet als zu versöhnen.

Wieso suchen wir nicht lieber nach Frieden anstatt nach Fehlern?

Wieso suchen wir nicht nach uns selbst anstatt nach Fehlern?

Wieso suchen wir nicht das Richtige anstatt das Falsche?

Wieso suchen wir nicht nach Gott?

Führe deine Recherche weiter aber suche lieber in den Versen nach Gott und nicht nach lügen denn wer Fehler sucht findet sie auch und dies vermag nicht zu heißen, dass sie wirklich vorhanden sind.

Jemand der nicht Frieden suchend handelt,
ist der der in seinem Frust wandelt.

Werde deinen Frust los lieber Kereng und das geht nur mit Frieden. =)

Wer das versteht gehört zu den Gewinnern.

Und ich bitte dich aufrichtig. Unterlasse diese Veröffentlichung von den laienhaften Thesen und „Aufdeckungen“.

Genauso wie immer wieder gerne der Vers

„und tötet die Ungläubigen wo ihr sie auch sieht.“

völlig aber auch völlig aus dem Kontext, aus dem tatsächlichen Zusammenhang gerissen wird. Wie kann ein Mensch der diesen Kontext gar nicht versteht darüber urteilen? Das nenn ich traurige Recherchearbeit.

So. Jetzt ist Sense. Meine Äuglein fallen zu.

Ich schliess dich in meine Gebete ein.

Wünsche eine gesunde und gesegnete Nacht.

Dein Muslim

 

A. Misir

schade, dass Sie die Weisheit und das Wissen nicht erhalten haben und zu allem gleich irgendetwas zusammen reimen. Haben Sie wohl vergessen, dass der Prophet saws. Analphabet war und 40 Jahre lang unter den Menschen als Amin- der WAHRhaftige galt.

Der Quran hat viel mehr, als diese heruntergekommenen Worte von Ihnen, die den Quran nicht einmal im Originalen gelesen haben. Schreiben Sie mit Wissen und nicht mit Vermutungen und Spekulationen, davon haben wir doch genug in den Medien.

Sie kennen nicht einmal die Namen & Eigenschaften unseres Schöpfers und beherrschen nicht einmal die Arabische Sprach um wissenschaftlich auf den Quran einzugehen! Das ist eine fatale Angelegenheit, dafür werden Sie am Tage des Gerichtes Rechenschaft ablegen müssen und für jeden einzelnen, den sie dadurch in die Irre geführt haben, werden sie mit schuldig sein.

Wie kann man nur so gottlos sein, nachdem man jeden Abend seinen Bauch vollgeschlagen hat mit Seinen Gaben und Gnade, die Gott uns zur Verfügung stellte. Wie kann ein Mensch so undankbar gegenüber seinem Schöpfer sein. Was denken Sie? Glauben Sie nach dem Tod ist alles vorbei? Wie primitiv ist dieser Gedanke? Sie werden begraben und dann wars das? Wo bleibt dann die Gerechtigkeit, die hier auf der Erde nicht stattfindet, glauben Sie Gott wird die Gerechtigkeit nicht herstellen nach dem Tod, wo doch dann erst das Leben beginnt? Sie tun mir sehr leid.

Bitte gehen Sie wissenschaftlich an die Angelegenheiten ran, indem Jahrhunderte lange Forschung des Quran(s) bewiesen wurde, dass dies niemals von einem Menschen erfunden sein konnte. Schon alleine der Inhalt und das Ziel des Islam(s). Der Gesandte saws. hat dafür weder Geld, Macht noch sonst etwas dafür erhalten, sondern im Gegenteil, wie alle anderen Propheten zuvor mussten sie standhaft alles ertragen, weil es Menschen gab, wie Sie, die einfach blind weiter gehen möchten.

Die Abrechnung folgt noch, ob Sie es möchten oder nicht.

Jeder Mensch, der die Wahrheit sucht, findet es sicherlich nicht auf ihrer Seite.

mfg

 

kereng

@ A. Misir

Ich habe nicht „vergessen, dass der Prophet saws. Analphabet war und 40 Jahre lang unter den Menschen als Amin- der WAHRhaftige galt“. Ich schätze diese Information allerdings als nicht glaubwürdiger ein, als dass Siegfried einen Drachen getötet hat.

Was die angeblichen Beweise angeht, dass der Koran niemals von einem Menschen erfunden sein konnte: Haben Sie eigentlich bemerkt, dass ich einen davon hier gerade widerlegt habe? Es ist typisch, dass Sie hier kein einziges Gegenargument vorbringen sondern nur allgemeines Gesülze von sich geben.

Wissenschaft bedeutet übrigens, mit nachprüfbaren Fakten und logischen Schlussfolgerungen zu arbeiten. Einfach zu glauben, was in alten Büchern steht, ist so ziemlich das Gegenteil davon.

 

Hussain (Anonym)

Salam

Da hat er wohl recht. Er will was handfestes haben. Also mein Cousin arbeitet derzeit an einen Werk, dass ich vom Manuskript bisher schon überwältigend finde aber das dauert noch paar Monate. Ich will dir wirklich helfen und dich nicht hinhalten, also kann ich dir erst mal nur eines mit auf den Weg geben. LIES DEN QUR`AN . Lies ihn dir aufmerksam durch und inshaallah öffnet ALLAH dein herz =)

 

kereng

Zum Thema „Samenproduktion im Rückenmark“ habe ich gestern ein Hadith gefunden, in dem sogar behauptet wird, alle nachfolgenden Generationen hätten schon in Adams Rücken existiert:

Narrated Anas: The Prophet said, „Allah will say to that person of the (Hell) Fire who will receive the least punishment, ‚If you had everything on the earth, would you give it as a ransom to free yourself (i.e. save yourself from this Fire)?‘ He will say, ‚Yes.‘ Then Allah will say, ‚While you were in the backbone of Adam, I asked you much less than this, i.e. not to worship others besides Me, but you insisted on worshipping others besides me.‘ „

Das passt zu diesem Koranvers:

7.172. Und als dein Herr aus den Kindern Adams, aus ihren Rücken, ihre Nachkommenschaft nahm und sie gegen sich selbst zeugen ließ: „Bin Ich nicht euer Herr?“ Sie sagten: „Doch, wir bezeugen (es)!“ (Dies,) damit ihr nicht am Tag der Auferstehung sagt: „Wir waren dessen unachtsam“ (Bubenheim)

 

Muslim (Anonym)

Die beiden Hadithe wiedersprechen sich in keinster weise!

die Engel haben eben kein wissen über das verborgene! Und fragen Allah nach dem was sie nicht wissen!

beide hadithe sind wahr und wiedersprechen sich nicht! Allah weiß alles, doch die Engel müssen nach dem verborgenen Allah fragen!

Allahu Akbar

http://www.diewahrereligion.de

 

kereng

Hallo Muslim,

ich zitiere aus der-islam.com:

Wenn 42 Nächte über den Tropfen (nutfah) vergehen, schickt Allah einen Engel, der es formt und seine Augen, Ohren, Haut, Fleisch und Knochen macht. Dann sagt er, „O Allah ist es männlich oder weiblich?“ und Allah entscheidet wie Er es möchte.

Das sieht doch ganz so aus, als ob die Entscheidung erst nach 42 Tagen erfolgt.

 

abdullah

Selamu aleykum liebe Geschwister im glauben und guten Abend an den rest,

Ich muss hier wirklich mal erwähnen, dass ich die Personen die immer wieder versuchen verzweifelt den Kuran zu wiederlegen amüsant finde.

Diese verzweiflung sieht man an Ihrer Vorgehensweise.

Der Kuran beinhaltet extrem viele Beweise, die Hadithe (die schriften über die Lehren unseren Propfeten Muhammed saw.) haben wiederrum viele Beweise wenn man nur alleine schon das Thema Jüngste Tag anzeichen Betrachtet.

Der Islam ist so logisch und bringt auch so manche Wunder noch mit in diese Zeit.

Doch der Islamfeind kommt und nimmt sich von über 100 eindeutige Beweise 2-3 Stück hinaus und versucht sie verzweifelt mit “ es könnte ja so gewesen sein“ Methoden zu wieder legen.

1. Wo sind die beweise gegen den ABSOLUTEN REST ?

2. Wenn diese gewissen Wissenschaftlichen beweise aus dem Kuran die im 19.Jahrhundert erst auch von Wissenschaftlern gefunden worden schon damals in Ägypten und Griechenland schon vorher existierten, WORAUF HABEN SIE DANN BIS ZUM 20.JAHRHUNDERT GEWARTET 😉 (autsch…die Islam Probaganda ist aufgeflogen…)

3. Ja es kann durchaus sein das die Bibel ähnlche Beweise aus dem Kuran hat aber ist das ein beweis gegen den Kuran oder VIELEICHT SOGAR FÜR DEN KURAN ????

Was war denn laut dem Kuran die Bibel früher ?? (hats Klick gemacht ;))

Abgesehen das die Bibelschriften eh gefälscht sind (das bestätigt dir jeder erfahrene Christ) und dadurch das sogar hinterher eingefügt werden konnte (das ist nicht meine Meinung sondern auch etwas mögliches) finden wir ja sogar Beweise aus der Bibel und der Thora für den Kuran.

Also ich denke das reicht im vorraus also ich habe an euch Islam feinden eine bitte.

Jeder der sich intensiv mit dem Islam beschäftigt findet unzählige Beweise wunder wie auch für den Menschen verstand logische nützliche sachen und vieles mehr. Bitte zerstört nicht die Köpfe ungebildeter Muslime mit sinnfreien und ursprungslosen Beweisen und Argumente.

Ich bin ein Moslem mit einem sehr unausführlichen Islam wissen von 3 Jahren und ich habe noch nie in meinem Leben bloß den Hauch eines Zweifels an meinem Glauben in Diskusionen mit Atheisten oder Christen bekommen und habe keine Diskusion verloren

Es gibt Gelehrte die seit 50 Jahren oder mehr sich mit dem Islam auseinander setzen diese könnten die komplette Welt mit einigen Sätzen Mundtot machen .

Thema beendet

 

kereng

Hallo abdullah,

wie wäre es, wenn du von den „über 100 eindeutigen Beweisen“ einen aussuchst, von dem du meinst, ich könne ihn nicht widerlegen?

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13 Antworten zu Embryologie im Koran

  1. Pingback: 2011 | kěrěng

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  3. robin schreibt:

    ich will mich mal hier anschliessen ,kereng du kannst hier mit wiederlegungen kommen wie viel du willst,das problem an der sache ist,würde im koran stehen es gab damals rosa elefanten ,würden sie das glauben ,es ist keine wissensgemeinschaft sondern eine glaubensgemeinschaft ,obwohl ich stark davon ausgehe das der islam nicht nur ein glaube ist,viel mehr ist es eine totalitäre ideologie die mit den nazis damals zuammen gearbeitet hat ,weil sie die gleiche ideologie den juden hass wie der nationalsozialismus hat,ich könnte allen moslems hier auf den weg geben ,erstmal gehirn anstrengen und dann glauben!abdullah wusstest du das mohamed seinen soldaten erlaubt hat ,die frauen und die kinder als kriegsbeute zu benutzen und mit den frauen zu schlafen ,welche frau auf dieser welt macht das freiwillig ,die männer wurden übrigens ermordet,oder man nimmt die religion des firedens an !

    9:29 Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Gott und nicht an den Jüngsten Tag glauben und nicht verbieten, was Gott und sein Gesandter verboten haben, und nicht der Religion der Wahrheit angehören – von denen, denen das Buch zugekommen ist, bis sie von dem, was ihre Hand besitzt, Tribut entrichten als Erniedrigte.
    und das ist nicht aus den kontext geholt ,sondern ein klarer befehl ,es ist auch nicht der kriegs zustand gemeint ,viele moslems behaupten ja ,die moslems haben gekämpft um sich zu verteidigen ,ich verstehe diese menschen nicht ,wie blind man sein kann,alles vorher war christlich ,was jetzt islamisch ist ,und zweitenst komische vorwärst verteidigung ,stück für stück erobern bis nach europa ,bis nach wien ,wahrlich echte verteidigung ,leute wacht auf !

  4. Dr. Fadi Chaabo schreibt:

    Bismillahirrahmanirrahim.

    Vorab muss jedoch noch anmerken, dass Menschen zu simplistischen Vorstellungen neigen. Sie denken im hier und jetzt und vergessen Raum und Zeit. Dies ist sehr wichtig und muss beruecksichtigt werden, wenn wir vom Koran sprechen. Er ist fuer alle Zeit und fuer alle Menschen, egal wo, allzeit gueltig. Dies fuer sich genommen ist schon ein Wunder. Wenn also, wie in der Website, angemerkt wird, dass ein Begriff nicht fachgerecht ist, dann hat diese Person etwas grundlegendes nicht verstanden. Gottes Worte umschreiben. Die Wortwahl und Bedeutung im Kontext sowie die Sequenz der Erlaeuterung sind ein Wunder fuer sich, da sie schwierige Sachverhalte einfach und perfekt beschreiben. Dazu bitte ich dich diese Webseite zu lesen. http://www.linguisticmiracle.com/science

    Da du die Webseite als deine Argumentationsgrundlage genommen hast, antworte ich dazu.

    Auch hier kennzeichne ich deine Argumentation mit “…….”

    23:12 Und wahrlich, Wir erschufen den Menschen aus einer Substanz/(Extrakt passt hier besser) aus Lehm

    “Die Vorstellung, dass ein Gott den ersten Menschen aus Lehm geformt und dann zum Leben erweckt hat, finden wir außer im Koran auch in der Bibel sowie in vorbiblischen sumerischen und babylonischen Mythen. Aus wissenschaftlicher Sicht ist es grundfalsch.”

    Das Wort sulala im arabischen heisst Extrakt, Substanz, Auszug…. Es wird hier ein Vergleich gemacht. Lehm hat dieselben Elemente, die auch im menschlichen Koerper vorhanden sind. Es wurde ein Koerper geschaffen, der aus diesen Bestandteilen aufgebaut ist. Erstaunlicherweise ist dieser Satz so gewaehlt, dass er von einem Laien und von Akademikern verstanden werden kann. Je nach Bildungsstand. Hier eine Website, die die Zusammensetzung wissenschaftlich erforscht hat.

    The Life System / Environmental and Evolutionary Biology II
    http://eesc.columbia.edu/courses/ees/life/lectures/lect21.html
    Darin heisst es unter anderem:
    Life reflects the overall elemental abundance of the Earth, and the specifically the elements found at the surface
    1. Three constraints on the elements that compose life
    o cosmic abundance
    o Differentiation of the Earth and chemistry of the crust
    o Solubility in water

    Weiterhin muss hier angemerkt werden, dass die Grundvoraussetzung der Wasserloeslichkeit als Abhaengige Variable des Lebens im Koran erwaehnt wird.
    „It is He Who has created man from water: then has He established relationships of lineage and marriage: for thy Lord has power (over all things). (The Noble Quran, 25:54)“
    Dieser Vers kann aber auch interpretiert werden als Wasser, der Ursprung allen Lebens. Denn Gott hat uns die Naturgesetze gegeben und wir suchen nach Hinweisen fuer seine Schoepung.

    23:13 Alsdann setzten Wir ihn als Samentropfen an eine sichere Ruhestätte.

    “ Auch der nächste Vers 23:13 ist nicht besonders wissenschaftlich, denn nicht der Samentropfen wird zum Menschen, sondern die von nur einem Spermium befruchtete Eizelle. Das konnte man aber ohne moderne Technik nicht wissen. Folgerichtig steht es nicht im Koran.”

    Mit dem Wort نطفة Nutfah ist nicht eine Spermienzelle gemeint, sondern im arabischen wird damit die maennliche und weibliche Befruchtungszelle beschrieben. In einer anderen Stelle im Koran Surah Dahr/Insaan 76:2
    heisst es, und wahrlich wir haben den Menschen aus einer vereinigten Befruchtungszelle erschaffen……

    Lies bitte dazu http://www.linguisticmiracle.com/science

    “Das Hauptargument der Koranbeweiser ist die angebliche Genauigkeit, mit der “Alaqah” verschiedene Aspekte des Embryos beschreibt.
    Das arabische Wort Alaqah hat drei Bedeutungen: (1) Blutegel, (2) hängendes Ding und (3) Blutklumpen.
    Was hat das mit dem Koran zu tun?
    Wenn “Alaqah” diese Bedeutungen schon hatte, bevor es den Koran gab, musste der Autor dieser Verse den Embryo zwangsläufig als Blutegel und Anhängsel beschreiben, auch wenn er nur einen Blutklumpen meinte und nichts vom Aussehen und Anhängen wusste. Vielleicht hat sich aber auch die Bedeutung “Blutklumpen” für “Alaqah” erst nachträglich eingebürgert, weil der Stand der Medizin damals aussagte, dass ein Embryo nach der Samen-Phase zum Blutklumpen wird. In keinem Fall kann man die unterschiedlichen Wortbedeutungen von “Alaqah” dem Koran als Verdienst anrechnen, selbst wenn sie den Embryo zutreffend beschreiben sollten, was für “Blutklumpen” allerdings mehr als zweifelhaft ist.”

    Was ist das fuer eine Art von Argumentation: Vielleicht…., keine Beweise und nur Unwissenheit in der Sprache und Embryologie. Und dann wird indirekt angemerkt, dass die Beschreibung doch richtig ist. Ich verweise hier wieder auf meine schon erwaehnten Erlaeuterungen, dass Woerter zur Beschreibung benutzt werden. Diese Beschreibung sind perfekt in der Sache. Ich will hier nicht zu weit in die medizinische Materie einsteigen, jedoch sei hier angemerkt, dass Prof. Dr. Moore viele Publikationen ueber die genaue Beschreibung, die Wortwahl und Sequenz veroeffentlicht hat. Die Sequenz gibt einen zeitlichen Ablauf wieder.

    Dann wird Prof. Keith L. Moore, der fuehrende Embryologe seiner Zeit, der nicht zum Islam konvertiert ist, vorgeworfen, Geld fuer seine Aeusserungen genommen zu haben. Jemand der Muslim ist koennte ein Bias darstellen, jedoch ein Christ zeigt hier die Korrektheit des Korans auf.

    Stand der Embryologie vor dem Koran
    Auch in der vorislamischen Zeit (Indische Embyologie, Galen,…) scheint es Beschreibungen gegeben zu haben. Jedoch ist ein grosser Unterschied zwischen den Beschreibung des Korans und den vorislamischen Beschreibungen. Die vorislamischen Beschreibungen scheinen klar makroskopisch identifizierbare Stadien darzustellen, d.h. Stadien die mit dem blossen Auge durch Obduktion sichtbar sind. Der Unterschied zum Koran ist, dass der Koran mikroskopische Stadien beschreibt, wie das Stadium befruchteten Eizelle und der Implantation und darauffolgenden Embryogenese. Das Wort Alaqa wie oben beschrieben bedeutet u.a. Egel, d.h. der Embryo nimmt sich sein Blut wie ein Egel zum ueberleben. Weiterhin bedeutet Alaqa, etwas was haengt, wie es mit dem Embryo auch wirklich ist. Hier ist auch noch die Dritte Bedeutung augezeigt, die des Blutklumpens.

    Ein wichtiges Stadium, das sich auch in keiner der vorislamischen Beschreibung wiederfindet ist das Stadium des Mudgata, auch beschrieben als durchmischte Gestalt. Hier findet eine in der Embryologie wichtig Wanderung von Zellen statt. Diese ist wichtig fuer die Organogenese und kann in keiner anderen Beschreibung gefunden werden. Dann kommt das Stadium der Knochformierung und danach erst die Muskelbildung. Die Knochen-und Muskelbildung findet sich wieder in den anderen Beschreibungen, da sie makroskopisch festgestellt werden kann.

    Du argumentierst oft dass Beschreibungen Abgekupfert wurden. Der Prophet (Friede und Segen auf ihm) muss viel gelesen haben, eine ganze Bibliothek bessen haben. Hippokrates, Aristoteles, Galen, Kopernikus, Pytagoras usw. …. . Und das alles waehrend der Kriege und der Staatsformung und seiner kurzen Fuehrungszeit. Das alles hat er sich zusammengereimt und taeglich auswendig rezitiert, und immer wieder fehlerfrei rezitiert, er war der Vorbeter. Immer wieder Fehlerfrei rezitiert, 614 Seiten fehlerfrei.

    Ich habe noch eine Frage: Glaubst du an den Weihnachtsmann?

    Weiterhin behauptest du, dass andere Kulturen schon aehnliche Theorien hatten, z.B. die Erschaffung des Menschen aus Lehm. Vergiss bitte nicht die wissenschaftliche Vorgehensweise. Beweise mir, dass es eine Verbindung gibt. Sonst koennte jemand argumentieren, dass du sehen kannst und der Baer auch, also muesst ihr verwandt sein. Das geht so nicht. Ich bitte um wissenschaftliche Korrektheit.

    Es tut mir leid dies zu sagen, aber diese falschen Annahmen entspringen der Unwissenheit in der Sprache, des allgemeinen Zusammenhangs in der Geschichte und in der Wissenschaft. Wie schon einmal erwaehnt: Der erste Schluck aus dem Becher der Natur ist der Atheismus, jedoch auf dem Grund wartet Gott.

    Du kannst mir gern mehr Argumente bringen, die ich dann versuchen werde zu entkraeften, da die Geschichte fest steht, die Wissenschaft eindeutig ist und es keine Zweifel gibt, nur Unwissenheit, die man mit Wissen begegnen muss.

    Alles was ich geschrieben habe und richtig ist, ist von Allah subhanahu wa ta3ala und alles was falsch ist, ist von mir.

    Salamualeikum wa rahmatullahi aleikum

    • kereng schreibt:

      In 15:26, 15:28 und 55:14 steht ziemlich klar, wie das mit dem Lehm gemeint ist: „Er hat den Menschen aus trockenem Ton wie Töpferware erschaffen.“ Sich stattdessen auf den „Extrakt“ zurückzuziehen und zu behaupten, damit seien die Elemente gemeint, ist konstruierte Apologetik. Lehm besteht zu einem großen Teil aus Silizium, das im menschlichen Körper nur in Spuren vorkommt.

      Wir sind uns einig, dass “Alaqah” sowohl Embryo als auch Blutegel und Blutklumpen heißt? Wenn ein Araber etwa im Jahr 500, also lange vor dem Koran, von einem Embryo sprach, wird er “Alaqah” gesagt haben und so „mikroskopische Stadien“ beschrieben haben wie die Implantation und die Embryogenese

      Ich glaube nicht an den Weihnachtsmann und auch nicht, dass eine einzelne Person in Mekka und Medina den Koran geschrieben hat. Das Argument, dass der Prophet neben seinen Kriegen auch viel gelesen haben muss geht ins Leere, weil Mohammed historisch nicht nachweisbar ist. Von „fehlerfrei rezitiert“ war ohnehin nirgends die Rede. Im Koran steht das damalige Wissen über die Embryonalentwicklung so undeutlich formuliert, dass nachfolgende Generationen nicht unterscheiden konnten, ob die Zweisamenlehre oder die Lehre vom nur männlichen Samen gemeint ist.

      • af.chaabo schreibt:

        Lieber Herr Keneng, ich kann ihrer Argumentation nicht folgen. Anscheinend haben sie sich meinen Beitrag nicht genau genug durchgelesen. Es heisst dort, Gottes Worte umschreiben. Die Wortwahl und Bedeutung im Kontext sowie die Sequenz der Erlaeuterung sind ein Wunder fuer sich, da sie schwierige Sachverhalte einfach und perfekt beschreiben. Dazu bitte ich dich diese Webseite zu lesen. http://www.linguisticmiracle.com/science. Damit ist doch klar, dass an verschiedenen Stellen des Korans Sachverhalte beschrieben werden, die nicht aus dem Kontext gerissen werden koennen. Es haengt dann immer von Uebersetzung ab, wie manches verstanden wird. In der englischen Version heisst es15:26: And We did certainly create man out of clay from an altered black mud. Nicht uebereinstimmend mit ihrer Version. Selbst wenn Silizium nur in Spuren vorkommt, es kommt dort vor und was ist mit den anderen Elementen und mit der Seite, die ich erwaehnt habe. Sind das nicht alles Zeichen zum nachlesen.

        Die Mikorskopischen Stadien wurden erst im 19Jhd. entdeckt. Die Migration von Ektoderm zur Formierung des Mesoderms wurde noch spaeter entdeckt. Auch hier muss ich Sie bitten meinen Beitrag gruendlichst noch einmal zu lesen.

        Fehlerfrei rezitiert war ein Hinweis von mir, um aufzuzeigen, was fuer ein Wunder dies ist. Ich bin mir sicher, dass Sie ihren Text, den Sie geschrieben haben, nicht auswendig koennen, selbst wenn Sie einige Stunden darauf verwenden. Was ist nun mit 614 Seiten von einem Mann, der nicht lesen oder schreiben konnte.

        Ich will Sie auf keinen Fall beleidigen oder veraergern, jedoch zu behaupten, dass der Prophet Mohammad, Friede und Segen auf ihm, sei historisch nicht nachweisbar, ist so als ob man sagt, ich leugne die Geschichte. Oder man glaubt wie bei Homer an einen Poeten der Ilias und Odyssee, der sich dies alles ausgedacht hat. Hier muss man zwischen Fiction und Geschichte unterscheiden. Falls sie dies wirklich leugnen, ist ein weitere Diskussion unnoetig und sinnlos. Selbst die groessten Kritiker der Geschichte sind sich einig, dass Mohammad, Friede und Segen auf ihm, eine der groessten Persoenlichkeiten unserer Geschichte ist.

        Alles was ich geschrieben habe und richtig ist, ist von Allah subhanahu wa ta3ala, und alles was falsch ist, ist von mir.

        Salamualeikum wa rahmatullahi aleikum

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  6. Hamza schreibt:

    1. Aristotle and the Qur’an

    The accusation that the Qur’an is similar to Aristotelian views on human embryology is untenable for various reasons:

    Firstly, Aristotle believed only the male produces fluid responsible for the development of the embryo (the genetic material). He supposes the male semen to be the active form and the female ovum as providing only the passive element for fertilization; an idea contradictory to modern embryology. In fact, Aristotle was of the opinion that semen mixed with women’s menstrual blood, coagulating to form the embryo. Aristotelian accounts of human development are evidently incongruous with both the Qur’an and modern embryology, as illustrated in his own writings:

    “…the female, though it does not contribute any semen to generation… contributes something, viz., the substance constituting the menstrual fluid… [I]f the male is the active partner, the one which originates the movement, and the female qua female is the passive one, surely what the female contributes to the semen of the male will be not semen but material. And this is in fact what we find happening; for the natural substance of the menstrual fluid is to be classed as prime matter.”[51]

    Classical exegetes of the Qur’an convey the disagreement between Aristotelian accounts of human development and the quranic narrative. The Qur’an describes the nutfah as a mingled substance from both the male and the female, not just the male (see Drop of fluid: nuftah). It also stresses both the male and female as being responsible for the child’s genetic makeup. Ibn al-Qayyim, the 14th century jurist and commentator of the Qur’an, uses various Prophetic traditions to emphasise the fact that male semen alone is not responsible for generating a child.[52] Ibn al-Qayyim theorizes that if women do not have a type of semen, then their children would not look like them. The male semen alone does not generate a child because conception only occurs upon the mixture of male sperm with another equivalent (ovum) from the female.[53] Furthermore, assertions of plagiarism are futile as the words used in the Qur’an are unlike Aristotle’s choice of words; the Qur’an is scientifically accurate and Aristotle is not. Aristotle’s discredited supposition (of menstrual blood being involved in the process of fertilisation) is further contrasted with the Qur’an and its use of the word nutfah, which is not the word for menstrual blood in Arabic. The word for menstrual blood in Arabic is hayd.sup>[54]

    Secondly, Aristotelian views on human development include that male embryos are generated on the left side of the womb, and female embryos on the right side of the womb.[55] This is a concept that the Qur’an does not mention.

    Thirdly, Aristotle held the belief that the upper body is formed before the lower body:

    Now the upper portion of the body is the first to be marked off in the course of the embryo’s formation; the lower portion receives its growth as time goes on.[56]

    Again, this idea does not exist in the Qur’an.

    A contention to the above response includes the assertion that the Prophet Muhammad ﷺ plagiarised the following passage from the Greek Philosopher Aristotle:

    Round about the bones, and attached to them by thin fibrous brands, grow fleshy parts, for the sake of which the bones exist.[57]

    This seems to correlate with the quranic statement, “then we clothed the bones with flesh”.

    In response to this, an interesting and significant perspective can be taken considering the similarities between both statements. Rather than negate the authenticity of the Qur’an, it serves to dismantle the claims that the Prophet ﷺ copied Aristotle. What is primarily brought to mind is the question of how, if the Prophet ﷺ is supposed to have taken from Aristotle’s work, is it the Qur’an only contains the correct information and refused to include Aristotle’s incorrect information?

    In exploring the above questions, further problems with the plagiarism thesis are brought to light, which inevitably prove the credibility and authenticity of the Qur’an. For instance, how could the Prophet ﷺ take the correct information from Aristotle, and at the same time, reject the incorrect information? Also, how could the Prophet ﷺ include other aspects of the developing human embryo, which are not mentioned in Aristotelian literature, but yet correspond with modern embryology? The only rational answer to this question is to assert that the Qur’an is a book that affirms the reality of human development, even though it is a 7th century text. To oppose this would be tantamount of claiming that the Prophet ﷺ knew what was correct, understood what was incorrect and had knowledge that transcended the early 7th century understanding of human development.

    2. Galen and the Qur’an

    To substantiate the view that the Qur’anic accounts of the developing human are similar to Hellenic embryology, commentators have attempted to compare the quranic stages of human development with Galenic views on the developing human. However, upon analysing Galen’s writings, bringing it in contrast to the various and extensive meanings of the nuftah, ᶜalaqah and mudghah stages, various differences are made distinct.

    1st Stage

    In his book, On Semen, Galen states:

    “But let us take the account back again to the first conformation of the animal, and in order to make our account orderly and clear, let us divide the creation of the foetus overall into four periods of time. The first is that in which. as is seen both in abortions and in dissection, the form of the semen prevails. At this time, Hippocrates too, the all-marvellous, does not yet call the conformation of the animal a foetus; as we heard just now in the case of semen voided in the sixth day, he still calls it semen.”[58]

    Galen clearly states that his views are as a result of dissections and abortions, and then goes on to explain that the first stage of human development is in the “form of σπέρματος”. The word σπέρματος in the Greek language means sperm[59], however this understanding of the word was only realised in the 17th century[60]. In the 2nd century, which was the period of Galen’s writings, the word σπέρματος meant semen. So from a Galenic perspective this stage is merely describing what can be seen with the naked eye, which is a semen like substance. This raises a significant contention; if the Qur’an was a summary of Galenic views on embryology then the Arabic word that should have been used to represent this understanding is mani or maniyyan. As previously discussed, the reason for this is that in the Prophetic traditions, when describing semen in context of its appearance and form, the words mani and maniyyan are used. These words are consistently used throughout the Prophetic traditions.

    Further widening the gap between Galenic and quranic terminology is the use of the word maniyyan elsewhere in the Qur’an. The Qur’an mentions the word maniyyin (the genitive case of maniyyan) in the context of the physical form and appearance of an emitted substance. Also, this word is used in conjunction with the word nutfah which clearly shows how the two words are not referring to the same context, because the nutfah, according to the Qur’an, comes from the maniyyin (semen):

    Had he not been a sperm (nutfah) from a semen (maniyyin) emitted?[61]

    As previously explored (see Drop of fluid: nutfah), this perspective on nutfah highlights how the intended use of this word is not to portray the meaning of semen but rather that it is a drop or a substance from semen. Also, in another verse the Qur’an explains how the human being is made from an extract of a liquid disdained (semen).[62] As previously explained, the word sulaalah means an extract, something drawn out or the most subtle, purest and essential constituent. These explanations bring to light that the intended use of the word nutfah is not as a synonym for semen, rather it is a drop of a single extract coming from the semen (and the female equivalent), containing essential substances like a sperm or egg. Even if the view that nutfah is just a drop of semen, the context of the Prophet traditions and the Qur’an clearly show that nutfah is used for the process of the developing human and fertilization, and mani or maniyyan is used in the context of the physical form of the emitted substance. Nevertheless, the quranic view of the word nutfah still highlights that the nutfah is different from mani, because the Qur’an mentions that it is a drop of semen of which is an extract. This indicates that the nutfah is a pure, subtle or essential part of the semen, and not the whole semen itself.

    It is worth noting that Galen adopted the view that the semen came from blood. Galen writes:

    “An artery and a vein are observed to go to each of the testicles, not in a straight path, as they do all other parts, but twisting first in many shapes, like grape tendrils or ivy… And in these many twists that they make before reaching the testicles you can see the blood gradually growing white. And finally, when the vessel has now reached the testicle, the substance of the semen is clearly visible in it…but they generated it from blood, which spent a great deal of time in them; for this is the use of the twisting. And as they altered the quality of the blood they changed it to semen.”[63]

    Galen also asserts that the semen from both the male and female mix with menstrual blood. In his book On Semen, he dedicates a whole section on disagreeing with Aristotle’s position that the male semen mixes with the female menstrual blood, and articulates a case for the mother contributing semen as well as the menstrual blood to form the fetus.[64] Galen concludes that the formation of the fetus arises from the mixing of the two semens, from the mother and the father, plus menstrual blood.[65]

    These concepts are not mentioned in the Qur’an, which further widens the gap between Galen and the Divine book. However, some commentators assert that the nutfah and ᶜalaqah stages are a summary of Galen’s above inaccuracies. Their main point is that the Qur’an mentions fa khalaqna nutfata ᶜalaqan, which means “And then we created the drop into a clinging form”. They propose that the words fa khalaqna can mean to mix or to combine, and therefore are a representation of the Galenic idea of semen mixing with blood, since nutfah can mean semen and ᶜalaqah can mean blood in a general sense. This assertion displays a clear misunderstanding of the Arabic language. The Qur’an mentions that the nutfah and the ᶜalaqah stages are distinct, and that each stage is made into another stage. This is understood by the use of the key word: khalaqna, which means “we made it become”[66], indicating that each stage is different and separate from one another. Also, the key word khalaqna does not mean to mix or to combine, so the assertion that the Qur’an borrowed this knowledge is false because the Qur’an clearly mentions distinct stages as opposed to the Galenic understanding of the semen and blood mixing to create the next stage.

    In light of the above, if chapter 23 of the Qur’an was just a summary of Galenic embryology why did it not use the Arabic word for semen (maniyyan) to refer to σπέρματος, since this Greek word was also used in the context of the physical form and appearance of the fluid? Significantly, why does the Qur’an refer to the nutfah as being a special part or extract of semen (maniyyan), which clearly indicates that they are not the same thing or referring to the same context? The use of the two words clearly shows that there are two different meanings being portrayed. The different choice of words to describe sexual emissions, fluids and cells in varying contexts further highlights that the Qur’an, and by extension the Prophet Muhammad ﷺ, did not plagiarise Galenic embryology, because if they did, then maniyyan and nutfah would be referring to the same substance. Also, why did the Qur’an not mention that the nutfah came from blood, like the Galenic view? Why did the Qur’an not mention that the nutfah combined with menstrual blood to create the next stage? These questions clearly distance the Qur’an and the Prophet ﷺ from the accusation that they borrowed Galenic views on embryology. Therefore, once the original context and language of the source-texts in question are analysed, it can be concluded that they are not identical or even suspiciously similar.

    2nd Stage

    “But when it has been filled with blood, and heart, brain and liver are still unarticulated and unshaped yet have by now a certain solidarity and considerable size, this is the second period; the substance of the foetus has the form of flesh and no longer the form of semen. Accordingly you would find that Hippocrates too no longer calls such a form semen but, as was said, foetus…”[67]

    Another significant contention concerns Galen’s second stage that refers to the embryo as being filled with blood. The key Greek words used are πληρωθη which means filled[68] and αίματος meaning blood[69]. If the Qur’an borrowed Galenic views on the developing human embryo, the words that should have been used are ملأت (mal-at) which means the manner in which something is filled[70], and دم (dam) which means blood[71]. However, the word ᶜalaqah is used in the Qur’an (see A clinging form: ᶜalaqah). This word in the context of blood can mean blood in a general sense, and a clot of blood due to its sticking together.[72] Conversely, the word ᶜalaqah alone would not represent the Galenic stage here, because its meanings do not encapsulate the word “filled” and its use to mean blood clot would be misplaced as the word for blood clot in Greek is not αίματος rather it is θρόμβος.[73] Even if commentators assert that the use of the word ᶜalaqah as a blood clot, in this context, is satisfactory, an explanation is required to reconcile the fact that it only means blood clot in the sense that it clings. This is made clear in Lane’s Arabic-English Lexicon as it explains that the word ᶜalaqah is a blood clot “because of its clinging together”[74], rather than its physical appearance. Therefore, using the Arabic words ملأت and دم would have been more appropriate, because Galen specifically refers to “filled with blood” and not just blood. This whole discussion has to be understood in the context of the primary meaning for the word ᶜalaqah, which is not blood or blood clot but rather to hang or to be suspended. For that reason, the claim that the Qur’an reflects Galenic embryology is weak and unsubstantiated.

    The plagiarism thesis is further dismantled if a more contextual understanding of Galenic embryology is taken into consideration. At this second stage, Galen uses the word σαρκοειδής, meaning fleshy,[75] to refer to the appearance of the embryo. This undermines the claim that the quranic stages are similar to Galen, because words that can mean fleshy in Arabic, such as mudhgah and lahm, are used to describe later stages. However, Galen mentions this stage as a fleshy substance filled with blood. The word in the Qur’an to describe this stage doesn’t encompass such a meaning, because ᶜalaqah, if we assume it to mean blood or blood clot, does not encompass a fleshy substance filled with blood. To illustrate this further, imagine someone had to summarise the following statement into Arabic: a blood filled substance that is fleshy – what words must they use to best represent the meaning of the statement? An array of words from the Arabic classical language would be used like the words mentioned above, but ᶜalaqah would not be one of them.

    3rd Stage

    The third period follows on this, when, as was said, it is possible to see the three ruling parts clearly and a kind of outline, a silhouette, as it were, of all the other parts. You will see the conformation of the three ruling parts more clearly, that of the parts of the stomach more dimly, and much more still, that of the limbs. Later on they form ‘twigs’, as Hippocrates expressed it, indicating by the term their similarity to branches.[76]

    As explored, the Qur’an mentions mudghah as a chewed-like substance and a small piece of flesh (see A lump of flesh: mudghah). In contrast, Galen discusses the “conformation” of “the three ruling parts”, “silhouettes” and “twigs”, which is most likely in reference to limb bone formation. He details these three ruling parts as being more visible than the stomach and the limbs. However, the Qur’an makes no mention of this, and its mention of limb formation comes at the next stage. It is both implausible and impractical, therefore, to suggest the Qur’an copied the works of Galen as the it does not include any of the descriptions provided by Galen at this stage. Also, the word mudghah would have been appropriately used as a summary of the ancient Greek word ἐμβρύειον[77], which means the flesh of an embryo, however Galen did not use this word. The following hypothetical scenario highlights the absurdity of asserting similarity between the quranic and Galenic descriptions of this stage: if someone had become acquainted with Galenic embryology and had to summarise his third stage, would the word mudghah accurately encompass the meaning of “the three ruling parts”, “silhouettes” and “limbs”? The answer is no. This conclusion is also supported by the fact that there is no mention of flesh, a small piece of meat or something that has been bitten in the original Greek of Galen’s writings describing this stage. A conservative approach to the above question would at least conclude that there was a serious misreading or misunderstanding of the text. Even if that were the case, it would still highlight that Galenic and quranic terms are dissimilar, and it would raise the need for evidence to establish a misreading or misunderstanding. In light of the evidence provided in this section, it is extremely unlikely that there was any common knowledge of Hellenic embryology, written or oral, in early 7th century Arabi

  7. af.chaabo schreibt:

    Embryologie in Hadithen

    Kereng: “Wo der Koran nicht genau genug ist, beachten die Muslime zusätzlich sogenannte Hadithe, also Erzählungen aus dem Leben Mohammeds, die meist einen Ausspruch des Propheten enthalten. Ich halte die alle für erfunden und heutige Muslime halten meist einen Teil davon für falsch, aber in alten Zeiten hat man sowas durchaus ernst genommen”

    Es ist nicht so, dass die Hadithe dort angebracht sind, wo der Koran ungenau ist, sondern die Hadithe sind eine Ergaenzung und Erklaerung fuer die Glaeubigen. Dies gilt durchweg. Der Prophet, Friede und Segen auf ihm, ist untrennbar mit dem Koran verbunden, da er die Quelle interpretiert und erklaert. Genauso erklaert ein Lehrer den Schuelern das Fachbuch und die Schueler schreiben fleissig die Aussprueche des Lehrers mit. Weiterhin ist es ein unprofessionelles Vorgehen Aussprueche fuer Erfunden zu erklaeren ohne Beweise zu liefern.

    Kereng: Es berichtet uns der Gesandte Gottes, und er ist der Wahrhaftige und Glaubwürdige:
    “Wenn einer von euch geschaffen wird, so wird er im Leibe seiner Mutter vierzig Tage lang zusammengebracht.
    Dann ist er ebensolange ein Blutklumpen.
    Dann ist er ebensolange ein Fleischklumpen.
    Dann schickt Gott einen Engel mit vier Wörtern. Und er schreibt auf sein Handeln, seinen Todestermin, seinen Lebensunterhalt und (ob er) ’verdammt’ oder ’selig’ (sein soll). Dann wird ihm der Lebensodem eingehaucht.”
    (Zitiert aus der Doktorarbeit von Julia Bummel S.184, die wiederum aus den Sahih-Hadithen von al-Buchari zitiert.) Einen entsprechenden Hadith habe ich online bei Muslim gefunden (Kapitel 33, Nummer 6390). Man vergleiche, wie ein Embryo nach 50 Tagen aussieht. Dem Hadith zufolge ist er bis zum 120. Tag noch ein Fleischklumpen.

    Hier muss man sich die Uebersetzung anschauen. Es heisst hier nach dem ersten Satz: Dann ist er…., aber eigentlich muss dort stehen: Dann ist es in dieser Zeit… .
    Dies macht natuerlich einen grossen Unterschied. Dann ist er nicht nach 120 Tagen, sondern nach 40 Tagen geht die Entwicklung ueber Nutfah (befruchtete Eizelle, Morula, Blastozyste) ueber die fruehe Embyonalentwicklung zur spaeten Embryonalentwicklung, der Mudgata (Fleischklumpen ist nur die ungefaehre Uebersetzung, deshalb habe ich Mudgata gewaehlt). Schauen wir uns mal die Embyonalentwicklung in dieser Zeit an. Was passiert in diesen vierzig Tagen.

    Nutfah stage: Zellen, die sich teilen und nicht formiert sind. Fertilisation, Morula, Blastozyste und Implantation bis zum 6. Tag.

    Alaqa stage: Zur Erinnerung Alaqa bedeutet Egel, etwas das haengt oder Blutklumpen. Ab dem 7.Tag formiert sich das Embryo und zeigt ab ca. dem 18. Tag die Neuralfalte als Anzeichen der Neurogenesis. In dieser Zeit hat das Embryo egelaehnliche Gestalt, die an die Plazenta angehaengt ist.

    Mudgata stage: Jetzt erfolgt durch Zellwanderung (durchmischte Gestalt) die Formung des Embryos. Die Ausbildung des dritten Keimblattes und damit die Ausbildung der Somiten ab dem 20. Tag, die Anlagen fuer das Skelett, die Muskeln und die Hautanhangsgebilde. Ca. am 21. Tag hat das Embryo eine C-foermige Gestalt und es beginnt die Cardiogenesis und die Vaskularisation mit Bildung der Aorta.

    Die Muskulatur bildet sich ueber einen groesseren Zeitraum in mehreren Phasen der Migration. Mesoderm Zellen wandern in die Extremitaeten, fusionieren und teilen sich wieder und werden dann durch das Skelett induziert endgueltige Muskelfasern zu bilden. http://embryology.ch/dutch/mmuskel/skelett03.html Mit 9 Wochen haben dann die Anlagen der meisten Muskeln ihre endgueltige Form erreicht. Eine wichtige Beobachtung ist: The myoblasts that have immigrated into the extremities also contain no information related to the muscle pattern, as experiments on chicken embryos have shown (7). Probably, an interactiontakes place between the forming skeletal structures and the arising muscle blastemas.

    Embyonalentwicklung bis zur 8.Woche. Danach wird es Fetus genannt.

    Sie koennen mir gern mehr Argumente bringen, die ich dann versuchen werde zu entkraeften, da die Geschichte fest steht, die Wissenschaft eindeutig ist und es keine Zweifel gibt, nur Unwissenheit, die man mit Wissen begegnen muss.

    Alles was ich geschrieben habe und richtig ist, ist von Allah subhanahu wa ta3ala und alles was falsch ist, ist von mir.

    Salamualeikum wa rahmatullahi aleikum

  8. Anonym schreibt:

    Ein Kompliment an den Verfasser!
    Es wurde schlüssig argumentiert und vor Allem ausreichen belegt.

    Ich persönlich hatte eine hitzige Diskussion mit einem Verwandten bezüglich der Glaubwürdigkeit des Korans und auch der Existenz Allahs..

    Nun wurde hauptsächlich mit der Embryologie argumentiert und mit folgender Aussage mehrmals:

    Es sei unglaublich, dass im Kuran geschrieben stünde, dass am 42. Tag das „leben/Bewusstsein“ eingehaucht werde. Dies wäre dadurch zu belegen, dass zu dieser Zeit der Entwicklung angeblich Augenbewegungen des Fötuses zu erkennen seien.

    Nun habe ich nach eben dieser „Erkenntnis“ gesucht, um sie danach wissenschaftlich zu widerlegen..

    Nun Frage ich mich ob man mir hier weiterhelfen könnte? 🙂

    • kereng schreibt:

      Im Koran steht nichts vom „42. Tag“ und den Hadithen kann man den 40. oder den 120. Tag entnehmen. “Leben/Bewusstsein” ist ziemlich ungenau formuliert. Leben ist von Anfang an da, und Bewusstsein, welches auch nicht klar definiert ist, kommt meiner Meinung nach später.
      Ob das mit den Augenbewegungen stimmt, weiß ich nicht. Möglicherweise hat man irgendeine Eigenschaft des Embryos gesucht, die nach dem 40. Tag sichtbar wird, und behauptet, diese sei mit dem Besuch des Engels verbunden, der die Seele bringt.

    • kereng schreibt:

      Ich würde mir die Stelle zeigen lassen, wo steht, „dass am 42. Tag das “leben/Bewusstsein” eingehaucht werde“, und die wissenschaftliche Arbeit, in der die ersten Augenbewegungen beschrieben werden. Dann würde ich fragen, warum ausgerechnet die Augenbewegungen etwas bedeuten sollen, aber nicht die Entstehung des Herzens/Kopfes/Gehirnes oder die ersten Bewegungen überhaupt.

    • kereng schreibt:

      Und nun noch Wikipedia: „Der Embryo zeigt bereits im 7. Monat der Schwangerschaft bestimmte Formen von Augenbewegungen, das sogenannte Rapid Eye Movement (REM), das die Synchronisation der Netzhaut mit dem visuellen Cortex im Gehirn unterstützt.“
      Das Rapid Eye Movement hat mit Bewusstsein eher wenig zu tun.

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