Aus anderen Blogs

Jack Scanlan kommentiert Vorschläge, wie Intelligent Design sich besser verkaufen könnte. Mehr siehe unten.

Larry Moran liest The Myth of Junk DNA von Jonathan Wells. Mehr siehe unten.

Dr. Mark Marzinzik hat im Blog Schöpfung (o)der Evolution? einen lesenswerten Artikel von Dennis R. Venema übersetzt. Es geht darin um genetische Belege für die gemeinsame Abstammung von Menschen und anderen Affen und wie man das mit Adam und Eva vereinbaren kann.

Der Humanistische Pressedienst bringt eine Ausarbeitung von Thomas Junker: Trug die Evolutionstheorie zur NS-Ideologie bei?Teil 2.

Homologous Legs

Jack Scanlan beobachtet die Intelligent-Design-Szene und hat neulich über einen internen Kritiker berichtet. In How To Debate Evolution schlug EvoGuide vor, ID solle sich auf seine wissenschaftlichen Stärken konzentrieren, anstatt Gerichtsprozesse über die Berücksichtigung im Schulunterricht zu führen. Vor allem solle man Verbindungen mit religiösen Organisationen vermeiden. Intelligent Design hat sich selbst demontiert, sagt EvoGuide:

To all my fellow evolution skeptics out there, I’m sad to tell you that creationism and ID are dead. And it’s not even as if ID entered the ring with evolution and got its butt kicked all over the canvas. Then at least, it would have died in honor. Instead, its more as if, for all these years, it has not yet even been able to figure out how to climb into the ring.

Das hat EvoGuide gut erkannt und ehrlich formuliert. ID hat überhaupt keine wissenschaftliche Alternative angeboten. Aber seine Verbesserungsvorschläge sind illusorisch, weil ID eben keine wissenschaftliche Grundlage hat.

… the focus should not be to disprove evolution but rather to do good science.

Diese Vorschläge und Jack Scanlans Kommentare dazu kann man bei Homologous Legs oder Panda’s Thumb nachlesen.

Junk & Jonathan

Larry Moran ist inzwischen bei Teil 11 seiner Besprechung von Jonathan Wells‘ Buch The Myth of Junk DNA angekommen. Diesmal wird es lustig.

Moran hatte mehrfach dargelegt, dass weniger als 10% der DNA einen bekannten Nutzen haben. Wells erwähnt gerne Einzelfälle, in denen eine ungewöhnliche Funktion erkannt wurde, und suggeriert dann, dass, was für diese 0,01% gilt, auch für die restlichen 70% gelten könnte.

Einer dieser Sonderfälle ist ein Pseudogen Mkrn1-p1, für das 2003 eine mögliche Funktion vorgeschlagen wurde. Wells erwähnt zwar, dass 2006 nachgewiesen wurde, dass es doch keine Funktion hat, aber nur um auf die skandalöse Voreingenommenheit der Autoren hinzuweisen. Die hatten gewagt, zu schreiben:

Furthermore, because Mkrn1-p1 is a nonfunctional pseudogene and does not trans-regulate its source Mkrn1 gene as claimed (6–9), our work reestablishes the evolutionary paradigm supported by overwhelming evidence that mammalian pseudogenes are indeed inactive gene relics.

Weil Mkrn1-p1 ein Pseudogen ohne Funktion ist, und entgegen der Behauptung von 2003 nicht das Gen Mkrn1 reguliert, bestätigt unsere Arbeit das von überwältigender Evidenz belegte Paradigma, dass Pseudogene bei Säugetieren tatsächlich inaktive Reste von Genen sind.

Wie können die es wagen, fragt Wells, aus diesem Einzelfall auf alle Pseudogene zu schließen:

Yet even if the results published by Gray and his colleagues were valid, their conclusion would not logically follow. Invalidating a report of one function in one pseudogene cannot exclude other possible functions in that pseudogene, much less possible functions in other pseudgoenes.

Selbst wenn die Ergebnisse von Gray und Kollegen gültig sein sollten, wäre diese Schlussfolgerung logisch unzulässig. Wenn man den Nachweis einer Funktion eines Pseudogens als falsch erkannt hat, schließt das nicht eine andere Funktion dieses Pseudogens aus, und erst recht nicht mögliche Funktionen anderer Pseudogene.

Das sagt einer, der behauptet, die ganze Junk-DNA sei ein Mythos, weil er hier und da (längst bekannte) Einzelfälle aufzählen kann, wo DNA eine andere Funktion hat als Proteine zu kodieren!

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Eine Antwort zu Aus anderen Blogs

  1. Pingback: 2011 | kěrěng

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