Das Reis-Experiment, Tag 29

Es hat sich seit der vorigen Woche wieder nichts getan. Immer noch ist nur ein Glas vergammelt. Ich hätte nicht gedacht, dass meine Küche so steril ist.

Deshalb gibt es keine neuen Fotos. Seit einer Woche gibt es allerdings das Filmchen auf Youtube: Emoto-Reis-Experiment nach drei Wochen.

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Hier sind die bisher bei blogage.de aufgelaufenen Kommentare:

A-Z

Yeah!

Ich habe eine weitere, vllt. ganz neue Theorie: die Gläser, die in den „Experimenten“ der Emoto-Jünger beschimpft wurden, haben einfach nur wesentlich mehr Bakterien durch den beim „schimpfen“ abgesonderten Speichel abbekommen!

Ganz einfach: wenn Mensch schimpft, dann spuckt er mehr! Wenn er sich lieb und nett bedankt, dann weniger. Stichwort: Tröpfcheninfektion.

Die Bakterien, Pilze & Viren landen also auf dem Glas. Und trotz Verschluss gelangen einige davon mit etwas Verzögerung letztendlich auch in das Glas hinein.

An alle experimentierfreudigen Zweifler: man stelle ein Glas abgekochte Kirschen mit Schraubverschluss 2 Jahre in den Keller (Kirschen rein, Verschluss drauf, zudrehen, wegstellen), und zum Vergleich ein Glas der gleichen abgekochten Kirschen, aber nach klassischer „Einwecktechnik“ verschlossen 2y in den Keller. Lösung: Um einen „Bakterien-sicheren“ Verschluss zu gewährleisten müsste man eben doch schon „einwecken“, also Unterdruck in den Gläsern erzeugen, der den Deckel dann so stark ans Glas presst, dass der Verschluss wirklich dicht ist – aber wie beim Einwecken, werden die im Glas durch Bakterien erzeugten Gase den Unterdruck allmählich auflösen… weshalb man die Lebensmittel vor dem Einwecken auch abkocht, tut eigentlich auch nix zur Sache, wieauchimmer.

Um diese Theorie zu verblinden – kurzum, um auszuschließen, dass die gerade beschriebene Theorie die eigentliche Erklärung ist – könnte man das Experiment z.B. zusätzlich einmal wiederholen, dabei aber sicherstellen, dass beim Beschimpfen und beim Bedanken keine Speicheltropfen auf den Gläsern landen können (z.B. durch eine simple Trennwand zwischen Mensch & Glas).

… hm, ob ich Sympathie-Punkte ernten werde, wenn der Internet-weite Konsens zum Emoto-Experiment irgendwann lauten wird, dass die Gläser einfach nur tröpfchen-infiziert wurden? Sicher nicht. Aber ich tue es für die Menschheit, nicht für mein Ego 😀 har har …

kereng

Bevor man eine Begründung für den Emoto-Effekt sucht, wäre es nützlich, nachzuweisen, dass er überhaupt existiert. Ich halte die größere Anzahl der erfolgreichen Experimente für „publication bias“. Die erfolglosen Versuche landen seltener bei YouTube und in Foren.

Emoto soll auch mal gesagt haben, der Reis, mit dem man gar nicht spricht, würde am schnellsten vergammeln. Der gelobte Reis soll nicht unverändert bleiben sondern wohlriechend fermentieren. Dafür sind auch Bakterien notwendig.

Insgesamt dauert mir des Experiment zu lange, so dass ich eine Wiederholung mit rohem (nicht sterilisiertem) Reis ins Auge fasse. Ich habe das Buch von Emoto nicht. Steht da überhaupt was von Kochen drin?

A-Z

[..] Ich halte die größere Anzahl der erfolgreichen Experimente für „publication bias“. Die erfolglosen Versuche landen seltener bei YouTube und in Foren.

Ja, das vermute ich auch.

Insgesamt dauert mir des Experiment zu lange […]

Das ist absolut verständlich. Ich würde es Dir nicht übel nehmen – wie könnte ich auch 😉 Ich glaube ja, dass eine Wiederholung sich nicht wirklich lohnt. Um wirklich irgendwelche fundierten Ergebnisse zu produzieren müssten sehr viele weitere Faktoren beachtet werden, was zu vielen verschiedenen Testreihen führen würde (nur mal die „Tröpfcheninfektion“-Hypothese als ein Beispiel: man müsste zusätzliche Testreihen anlegen, die einzig und allein dazu dienen, diese Hypothese zu widerlegen — sozusagen zu verblinden, also hier durch das Widerlegen diesen Einflussfaktor aus der Gesamtmenge der Einflüsse zu entfernen).

Man müsste eigentlich alle Variablen, die einen Einfluss auf den Verlauf des Experimentes haben könnten durch jeweils separat durchgeführte Testreihen prüfen, um dadurch festzustellen, welche Variablen wirklich „abhängige Variablen“ sind (also hier das Bakterienwachstum wirklich beeinflussen), und welche nicht. Und Variablen gibt es IMHO sehr viele: Temperatur, Beschaffenheit und Typ des Glases und dessen Verschluss, ob mit oder ohne Aufkleber, Größe und Licht-Durchlässigkeit des Aufklebers, Stimmlage, die jeweilige Beschwörungs-Tageszeit, Standort und damit auch die Lichteinwirkung, Reihenfolge der Befüllung der Gläser, Reihenfolge der täglichen Beschwörung, Abstand Sprecher zu Glas, Füllmenge, Reis-Sorte, Wasserhärte, Salz, etc pipapo – da gibts sicher noch viel viel mehr Variablen.

Letzten Endes wäre das Alles auch nur vergebene Liebesmüh, da ja noch nicht einmal die Sterilität der Gläser sichergestellt wäre.

Deshalb wird wohl jeder gestandene Wissenschaftler dieses ganze Experiment nur Müde belächeln.

Emoto hatte sich ja offenbar bei seinen eigenen Studien auch nie viel Mühe gemacht. Ja, was soll man auch von Jemandem erwarten, der seine Studien isoliert durchführt, und in der Presse hand-ausgewählte Fotos präsentiert, um Hypothesen zu belegen, die faszinierenderweise dann perfekt zu den ausgewählten Fotos passen? Das wäre so, als wenn Du in ein paar Monaten nur die Gläser Deiner Testreihen herauspickst und präsentierst, die die Hypothese bestätigen. Die anderen werden ignoriert, ausgeblendet und landen im Müll… aber muss ich Dir ja nicht erzählen.

Ich finde es unheimlich traurig, dass Leute solchen Scharlatanen glauben schenken, und diese dann auch noch vehement gegen jedwede Kritik verteidigen. Das ist dämlich und traurig.

[…] Ich habe das Buch von Emoto nicht. Steht da überhaupt was von Kochen drin?

Habe das Buch auch nicht…

affenjunge

Insgesamt dauert mir des Experiment zu lange, so dass ich eine Wiederholung mit rohem (nicht sterilisiertem) Reis ins Auge fasse. Ich habe das Buch von Emoto nicht. Steht da überhaupt was von Kochen drin

Ich hab‘ gestern von einem „Emoto-Versuch“ gelesen, der deutlich schneller gehen würde. Man nimmt einige Eiswürfelformen, füllt Wasser ein und klebt dann emotinal belegte Begriffe darauf. Das Ergebnis sollte dann, laut Emoto-Jüngern wie folgt aussehen:

„Liebe“-Schale finden sich schöne Symetrische Eiskristale in der „Hass“-Schale sihht es dagegen sehr Kaotisch aus .Also ich finde das lesst sehr Radikale Schlüse zu !!!!!!! (sic)

Die Subjektivität in der Bewertung der Kristalle könnte man versuchen mit Verblindung und einer hohen Anzahl von Bewertern abzuschwächen.

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2 Antworten zu Das Reis-Experiment, Tag 29

  1. Pingback: Das Reis-Experiment nach Dr. Emoto | kěrěng

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