Update zur Historizität von Jesus und Mohammed

Seit meinem Artikel zur Historizität von Jesus und Mohammed vom 22.07.2014 sind im Internet einige interessante Artikel erschienen. Ich habe schon seit Monaten vor, etwas darüber zu schreiben, aber das scheiterte bislang an meinem Anspruch, vorher genau zu recherchieren. Hat Karl-Heinz Ohlig oder Volker Popp etwas über die Inschriften mit dem Namen Umar geschrieben? Wird Mohammed in der Verfassung von Medina stets nur Abu’l Qasim genannt? Ist es sicher, dass Paulus die Christen zunächst verfolgte, oder könnte das eine nachträgliche Ergänzung seiner Briefe sein? Um überhaupt mal fertig zu werden, belasse ich es beim Zweifel.

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Rückblick auf 8 Jahre Reasonable Doubts

Vor einem halben Jahr lief die letzte Folge des religionskritischen Podcasts Reasonable Doubts aus Grand Rapids, Michigan.

Die angesammelten Folgen, die irgendwo vor der Amtszeit von Präsident Obama begannen (2007), sind es wert, nachgehört zu werden, wobei einer der schönsten Momente ist, wenn Hörer begrüßt werden, die viele Jahre später dazustoßen. Man sollte nicht mit der letzten Folge anfangen, die Neulinge wahrscheinlich abschreckt.
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Katholische Sprache

„Wenn ich ein Wort verwende“, erwiderte Humpty Dumpty ziemlich geringschätzig, „dann bedeutet es genau, was ich es bedeuten lasse, und nichts anderes.“
Lewis Carroll: Alice hinter den Spiegeln

Es gibt Momente, da denke ich, dass mich von religiösen Menschen vor allem die Sprache trennt. Mit den merkwürdigen Verwendungen der Wörter „Gott“ und „Wahrheit“ habe ich mich in früheren Beiträgen schon beschäftigt. Michael Schmidt-Salomon hat es in seiner Besprechung des Films Religulous (deswegen „Religioten“) so ausgedrückt: Weiterlesen

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Rosinenpickerei

Glaubt ihr denn an einen Teil des Buches und leugnet einen anderen Teil?
Koran 2:85

Es ist erstaunlich, wie schlecht Experten, die sich beruflich mit dem Glauben beschäftigen, ihre heiligen Schriften kennen – oder sie blenden einen Teil davon aus. In den letzten zwei Wochen sind mir drei Beispiele aufgefallen.

Der Philosoph Markus Tiedemann hat in der Frankfurter Rundschau eine Kolumne namens Lieber Fanatiker, in der er mich unter anderem durch die Aussage verblüffte, es wäre „ein harter Schlag für jeden Atheisten“, wenn die Menschen dazu neigen, Götter zu erfinden. Unter der Überschrift Kann ein Atheist ein guter Mensch sein? stellte er letztens die Frage

1.Ist es böse, nicht zu glauben?

und erklärte:

Wer Frage Nr. 1 mit „Ja“ beantwortet, widerspricht der Logik und den heiligen Schriften.

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Kirchliches Arbeitsrecht

Auf dem Rückweg von der Atheistenkonferenz sah ich das hier an der dem Hauptbahnhof zugewandten Seite des Kölner Doms:

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Dazu fiel mir natürlich der gerade gehörte Vortrag von Corinna Gekeler über das kirchliche Arbeitsrecht ein. Die Nichteinstellung von Muslimen könnte man durchaus als Diskriminierung aufgrund der Religion ansehen. Wenn mit „Stand“ auch der Ehestand gemeint ist, ergibt sich ein weiterer Widerspruch. Auch Wiederverheiratete werden von kirchlichen Arbeitgebern diskriminiert. Zudem fällt auf, dass die sexuelle Orientierung in der Liste fehlt. Weiterlesen

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Variationen von Pascals Wette

It seems to me a fundamental dishonesty and a fundamental treachery to intellectual integrity to hold a belief because you think it’s useful and not because you think it’s true.                                                       Bertrand Russell

Pascals Wette ist wohl jedem bekannt: Es sei vorteilhaft, auf Gott zu setzen, denn wenn es ihn gibt, hat man nach dem Tod einen großen Gewinn, und wenn es ihn nicht gibt, ist der Verlust gering.

Welche Fehler darin stecken, kann man bei Wikipedia, Volker Dittmar, Florian Freistetter, Peter Möller und vielen anderen Internetseiten lesen. Erstens ist Gott nicht klar definiert. Soll man nun an Allah, Zeus oder Shiva glauben? Daraus ergibt sich zweitens, dass man keine Fifty-Fifty-Wahrscheinlichkeit hat, sondern der Gott auf den man wettet, einer von vielen ist und folglich eine geringe Wahrscheinlichkeit hat. Wenn man beim Roulette auf die 13 setzt, steht auch einem großen Gewinn ein geringer Verlust gegenüber, aber der Erwartungswert ist trotzdem negativ. Drittens kann man nicht einfach so glauben, egal ob damit „vertrauen“ oder „vermuten“ gemeint ist, und ein Lippenbekenntnis würde vor keinem allwissenden Gott bestehen.
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Religion und Wissenschaft

Wer sagt, es könne geschehen, daß den von der Kirche vorgelegten Lehrsätzen einmal entsprechend dem Fortschritt der Wissenschaft ein anderer Sinn zuzuschreiben sei als der, den die Kirche gemeint hat und meint: der sei mit dem Anathema belegt.
1. Vatikanisches Konzil (1869-1870)

In der Sendung Die Notwendigkeit der Religionen in unserer modernen Gesellschaft aus der Reihe Aspekte des Islam behaupten Imtyaz Shaheen, Imam der Ahmadiyya Muslim Jamaat Mannheim, und Kirsten Fehrs, Bischöfin der Nordkirche, dass es keinen Widerspruch zwischen Religion und Wissenschaft gibt.

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