Veranstaltungen

Diese Veranstaltungshinweise stehen im Blog immer ganz oben.
Der neueste Artikel folgt darunter

Stammtisch der Giordano Bruno Stiftung Hamburg
Donnerstag, 14.12.2017, 19:00 Uhr,
Arkadasch, Grindelhof, Hamburg

Stammtisch der Partei der Humanisten, Hamburg
Mittwoch, 20.12.2017, 18:30 Uhr,
Rindocks, Johnsallee 64, 20146 Hamburg

Stammtisch der Giordano Bruno Stiftung Hamburg
Donnerstag, 11.01.2018, 19:00 Uhr,
Arkadasch, Grindelhof, Hamburg

Treffen der Skeptiker (GWUP) Regionalgruppe Hamburg
13.01.2018 (jeden 13. eines Monats), 19:30 Uhr, Abaton-Bistro, Grindelhof, Hamburg

Darwins Geheimnis der Artenvielfalt oder warum Hamburg ein Naturkundemuseum braucht
Prof. Dr. Matthias Glaubrecht, Wissenschaftlicher Direktor des Centrums für Naturkunde
31.01.2018, 18 Uhr c.t., Zoologisches Museum, Bundesstr. 52

Science Slam in Hamburg
15.02.2018, 20:30 Uhr, Einlass 19:30 Uhr, Eintritt 10 Euro
Uebel & Gefährlich, Feldstraße 66, Hamburg

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Auf dem Grund des Bechers wartet Gott

Häufig liest man im Internet dieses angebliche Heisenberg-Zitat:

Der erste Schluck aus dem Becher der Wissenschaft führt zum Atheismus, aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott.

oder

Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch, aber auf dem Grunde des Bechers wartet Gott.

In politikforen.net wusste es jemand ganz genau:

„Der erste Schluck aus dem Glas der Naturwissenschaft führt zum Atheismus. Aber auf dem Grund des Glases wartet Gott.“, schrieb besagter Werner Heisenberg im Dezember 1964, als Nobelpreisträger für Physik.

In Wikiquote meldete sich 2015 Dr. Eike Christian Hirsch zu Wort:

Der Spruch, der Werner Heisenberg (1901-1976) zugeschrieben wird, ist eine fromme Fälschung, die den berühmten Physiker zum Glaubenszeugen machen soll. Er hat aber weder so gedacht noch so ausgeprägt bildhaft formuliert.
[…]
Das Zitat, das ihm zugeschrieben wird, könnte von einem Fundamentalisten in den USA stammen, der eine Stütze des Glaubens fingieren wollte. Der Gedanke stammt jedenfalls aus der englischen Tradition, er findet sich zuerst in den „Essays Of Atheism“ von Francis Bacon (1601) und lautet: „A little philosophy inclineth man’s mind to atheism; but depth in philosophy bringeth men’s minds about to religion.“ […]
Dass die Fälschung aus dem Englischen stammt, zeigt sich auch daran, dass sie auf Deutsch in abweichenden Übersetzungen kursiert. Einen Fundort zu diesem weit verbreiteten, angeblichen Zitat hat noch niemand angeben können.

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Christus bei Flavius Josephus

Bei n-tv.de wurde zu Weihnachten gefragt: „Hat Jesus tatsächlich existiert?“
Die positive Antwort von Fabian Maysenhölder stützt sich auf …

Überlieferungen, die eine historische Person Jesus erwähnen: allen voran Flavius Josephus, ein jüdischer Geschichtsschreiber aus dem 1. Jahrhundert. Er erwähnt Jesus an zwei Stellen. Eine der beiden ist umstritten und könnte möglicherweise im Laufe der Überlieferung verfälscht worden sein, enthält aber aller Wahrscheinlichkeit nach einen historischen Kern. Die zweite schätzen Historiker fast einstimmig als echt ein.

Das ist stark beschönigend ausgedrückt. Tatsächlich ist die erste, das sogenannte Testimonium Flavianum, mit großer Sicherheit gefälscht. Darin heißt es über Jesus: „Dieser war der Christus“, und er sei von den Toten auferstanden. Das hätte der Jude Josephus wohl kaum geschrieben. Zudem berichtete Origines (185-254), dass Flavius Josephus Jesus nicht als Messias anerkannt hatte, und nachdem Eusebius (ungefähr 260-340) dieselbe Bibliothek übernommen hatte, sieht es plötzlich ganz anders aus. Weiterlesen

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Goethe und die Homöopathie

Macht’s nach, aber macht’s genau nach.
Samuel Hahnemann

Im Skeptiker 1/2017 (Zeitschrift der GWUP) stellt der Artikel Scepticismus 1793-1812 die zeitgenössische Kritik an der Homöopathie vor. Mir war neu, dass es zunächst nur das von vornherein widersinnige Prinzip „Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden“ („similia similibus curentur“) gab und die Verdünnung später hinzukam.

Bereits 1810 gab es eine kritische Zeitschrift, in der August Heinroth folgendes geschrieben hat:

Wie kann Herr Hahnemann verlangen, daß man ihm, der Erfahrung und Vernunft zum Trotze, so etwas glauben soll! Ein Glas Wein wirkt also kräftiger, wenn es in vier Theile getheilt und mit einer guten Quantität Wasser vermischt in längeren Zeiträumen konsumiert wird, als wenn man es unvermischt in kurzer Zeit trinkt? Gleichwohl baut der Verf. auf diesen Grundsatz seine Lehre von der Anwendung der Heilmittel.

1835 wurde die Homöopathie in einem Doppelblindversuch getestet. Wikipedia:

Während die Kommission folgerte, dass die Potenzierung keine Wirkung habe, reagierten homöopathische Zeitschriften mit heftigen Polemiken. Weiterlesen

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Sensus divinitatis und Ontologie

It depends on what the meaning of the word „is“ is
Bill Clinton

Unter dem hochgestochenen Titel liste ich mal wieder einige Zitate auf, die mich in der vergangenen Woche besonders geärgert haben. Ihnen ist gemeinsam, dass nicht der Schöpfergott des Alten Testaments, sondern ein modernes Gottesbild vermittelt wird, das in der Beziehung des Menschen zu Gott verankert ist.

Evangelisch.de berichtet über eine Rede des Bundestagspräsidenten Norbert Lammert bei der Eröffnung der Lessingtage im Hamburger Thalia-Theater:

Anders als die Politik handele Religion von Wahrheiten, die nicht durch Mehrheitsbeschluss entschieden werden könnten, sagte der Bundestagspräsident. Damit eine Gesellschaft diese unterschiedlichen Wahrheitsansprüche aushalte, sei echte Toleranz notwendig. „Toleranz ist der große Bruder der Freiheit.“ Sie sei mehr als Kenntnisnahme oder Duldung des Andersartigen. Entscheidend sei die Bereitschaft, den anderen zu verstehen. Lammert: „Wenn es einen Gott gibt, dann haben wir alle denselben.“

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Der Fehlschluss von Sollen auf Sein

Gender Studies, Gender-Theorie, Gender Mainstreaming, Genderismus, Gender-Ideologie. Worum geht es dabei eigentlich?

Im Skeptiker, herausgegeben von der GWUP, hat Stephanie Dreyfürst das Buch Das Gender-Paradoxon von Ulrich Kutschera besprochen. Sie weist die Begriffe „Genderismus“ und  „Gender-Ideologie“ zurück und bezeichnet die „Gender Studies“ als

Untersuchungen zu tradierten Rollenvorstellungen.

Ulrich Kutschera, der als Biologe für dieses Thema natürlich nicht qualifiziert wäre, sieht das ganz anders. In einem auf YouTube veröffentlichten Interview beschwert er sich über

Die Gender-Ideologie, um es nochmal klar zu sagen: die These, das biologische Geschlecht sei gesellschaftlich determiniert

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Newton, Platon, Kant

Darwin made it possible to become an intellectually fulfilled atheist.
Richard Dawkins, The Blind Watchmaker, 1986

Bevor die Abstammung des Menschen von anderen Tieren und die Mechanismen der Evolution bekannt waren, glaubten auch die größten Denker an Gott. Das taten sie natürlich nicht nur, weil sie sich die Welt nicht anders erklären konnten, sondern auch wegen des religiösen gesellschaftlichen Umfelds, dem sie von Kindheit an ausgesetzt waren.

Isaac Newton (1643-1727) war bekanntlich ein gläubiger Christ mit großem Interesse an Physik, Alchemie und Theologie. Allerdings neigte er dem Arianismus zu und lehnte die Trinität ab, also den Glauben an Gott als Vater, Sohn und Heiliger Geist. Er fand sogar heraus, dass mindestens zwei Bibelstellen in der King-James-Übersetzung zugunsten der Trinität gefälscht waren (was natürlich Muslime erfreut). Eine davon ist das sogenannte Comma Johanneum. Weiterlesen

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Verhältnis von Wissenschaft und Religion: Bullshit-Bingo

Gerade hatte ich über den nicht vorhandenen Beitrag der Religion zum Wissen über die Welt gebloggt, da fand ich im Atheist Media Blog noch eine Buchempfehlung der Tagespost,  mit der man mühelos ein Bullshit-Bingo der Scheinargumente gewinnt, die üblicherweise die Harmonie von Wissenschaft und Glauben begründen sollen.

Ich habe das Buch von Martin Rhonheimer nicht gelesen, sondern beziehe mich nur auf das, was Stefan Meetschen geschrieben hat. Standesgemäß beginnt es mit einem Dawkins-Bashing, das ohne Begründung auskommt und sprachlich unklar bleibt.

Auf der einen Seite findet man mitunter gläubige Menschen, welche den Schöpfungsbericht der Bibel geradezu fanatisch wörtlich nehmen, auf der anderen Seite Wissenschaftler wie zum Beispiel Richard Dawkins, die Einsichten Darwins zur Evolution und ihr eigenes Wort vom „Gotteswahn“ absolut setzen. Keine guten Voraussetzungen für einen fruchtbaren rationalen Dialog. Weiterlesen

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