Veranstaltungen

Diese Veranstaltungshinweise stehen im Blog immer ganz oben.
Der neueste Artikel folgt darunter.

GWUP-Konferenz
Konferenz für Wissenschaft und kritisches Denken
29/30. April bis 1.Mai 2017, Berlin, Urania

Science Slam im Mai 2017 in Hamburg
10.05.2017, 20:30 Uhr, Einlass 19:30 Uhr, Eintritt 9 Euro
Uebel & Gefährlich, Feldstraße 66
Termine in weiteren Städten stehen auf der Science-Slam-Seite.

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Sensus divinitatis und Ontologie

It depends on what the meaning of the word „is“ is
Bill Clinton

Unter dem hochgestochenen Titel liste ich mal wieder einige Zitate auf, die mich in der vergangenen Woche besonders geärgert haben. Ihnen ist gemeinsam, dass nicht der Schöpfergott des Alten Testaments, sondern ein modernes Gottesbild vermittelt wird, das in der Beziehung des Menschen zu Gott verankert ist.

Evangelisch.de berichtet über eine Rede des Bundestagspräsidenten Norbert Lammert bei der Eröffnung der Lessingtage im Hamburger Thalia-Theater:

Anders als die Politik handele Religion von Wahrheiten, die nicht durch Mehrheitsbeschluss entschieden werden könnten, sagte der Bundestagspräsident. Damit eine Gesellschaft diese unterschiedlichen Wahrheitsansprüche aushalte, sei echte Toleranz notwendig. „Toleranz ist der große Bruder der Freiheit.“ Sie sei mehr als Kenntnisnahme oder Duldung des Andersartigen. Entscheidend sei die Bereitschaft, den anderen zu verstehen. Lammert: „Wenn es einen Gott gibt, dann haben wir alle denselben.“

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Der Fehlschluss von Sollen auf Sein

Gender Studies, Gender-Theorie, Gender Mainstreaming, Genderismus, Gender-Ideologie. Worum geht es dabei eigentlich?

Im Skeptiker, herausgegeben von der GWUP, hat Stephanie Dreyfürst das Buch Das Gender-Paradoxon von Ulrich Kutschera besprochen. Sie weist die Begriffe „Genderismus“ und  „Gender-Ideologie“ zurück und bezeichnet die „Gender Studies“ als

Untersuchungen zu tradierten Rollenvorstellungen.

Ulrich Kutschera, der als Biologe für dieses Thema natürlich nicht qualifiziert wäre, sieht das ganz anders. In einem auf YouTube veröffentlichten Interview beschwert er sich über

Die Gender-Ideologie, um es nochmal klar zu sagen: die These, das biologische Geschlecht sei gesellschaftlich determiniert

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Newton, Platon, Kant

Darwin made it possible to become an intellectually fulfilled atheist.
Richard Dawkins, The Blind Watchmaker, 1986

Bevor die Abstammung des Menschen von anderen Tieren und die Mechanismen der Evolution bekannt waren, glaubten auch die größten Denker an Gott. Das taten sie natürlich nicht nur, weil sie sich die Welt nicht anders erklären konnten, sondern auch wegen des religiösen gesellschaftlichen Umfelds, dem sie von Kindheit an ausgesetzt waren.

Isaac Newton (1643-1727) war bekanntlich ein gläubiger Christ mit großem Interesse an Physik, Alchemie und Theologie. Allerdings neigte er dem Arianismus zu und lehnte die Trinität ab, also den Glauben an Gott als Vater, Sohn und Heiliger Geist. Er fand sogar heraus, dass mindestens zwei Bibelstellen in der King-James-Übersetzung zugunsten der Trinität gefälscht waren (was natürlich Muslime erfreut). Eine davon ist das sogenannte Comma Johanneum. Weiterlesen

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Verhältnis von Wissenschaft und Religion: Bullshit-Bingo

Gerade hatte ich über den nicht vorhandenen Beitrag der Religion zum Wissen über die Welt gebloggt, da fand ich im Atheist Media Blog noch eine Buchempfehlung der Tagespost,  mit der man mühelos ein Bullshit-Bingo der Scheinargumente gewinnt, die üblicherweise die Harmonie von Wissenschaft und Glauben begründen sollen.

Ich habe das Buch von Martin Rhonheimer nicht gelesen, sondern beziehe mich nur auf das, was Stefan Meetschen geschrieben hat. Standesgemäß beginnt es mit einem Dawkins-Bashing, das ohne Begründung auskommt und sprachlich unklar bleibt.

Auf der einen Seite findet man mitunter gläubige Menschen, welche den Schöpfungsbericht der Bibel geradezu fanatisch wörtlich nehmen, auf der anderen Seite Wissenschaftler wie zum Beispiel Richard Dawkins, die Einsichten Darwins zur Evolution und ihr eigenes Wort vom „Gotteswahn“ absolut setzen. Keine guten Voraussetzungen für einen fruchtbaren rationalen Dialog. Weiterlesen

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Das langsame Fenster und der voreilige Spiegel

In Jerry Coynes Blog »Why Evolution is true« wurde im September die Natürliche Theologie des Physikers Freeman Dyson vorgestellt. Dyson ist durchaus intelligent und gebildet und hat z.B. die Dyson-Sphäre erdacht. Seine religiösen Ansichten sind allerdings so verschroben, dass es zum Templeton-Preis (2000) gereicht hat. Hier ist ein Ausschnitt aus seiner Dankesrede (meine Übersetzung, also vielleicht nicht ganz exakt):

Atome verhalten sich im Labor merkwürdig, eher wie Akteure als wie leblose Substanzen. … Es sieht so aus, als habe in jedes Atom einen eigenen Willen, zumindest was seine Fähigkeit angeht, Entscheidungen zu treffen. … Ich denke, dass Atome, Menschen und Gott geistige Fähigkeiten haben, die sich nur quantitativ aber nicht qualitativ unterscheiden.

Das erinnert sehr an Deepak Chopra. Aktuell ging es aber in »Why Evolution is true« um ein neueres Interview mit Dyson im Business Insider. Jerry Coyne regt sich mit Recht über die Aussage auf, nicht nur die Wissenschaft, sondern auch die Religion würde zum Wissen über die Welt beitragen. Dyson:

Ich benutze gerne die Metapher »Fenster«. Das Wissenschaftsfenster gibt uns eine Sicht der Welt, und das Religionsfenster gibt uns eine völlig andere Sicht. Man kann nicht durch beide gleichzeitig sehen, aber beide sind wahr. Weiterlesen

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Die Dummheit der „Klimaskeptiker“

Zugegeben mit einigen Jahren Verspätung ist mir heute eine Serie von Artikeln aufgefallen, die sich mit der Rolle von CO2 bei Sonnenstürmen befasste. Zuerst fand ich einen bei Propagandafront.de. Es handelte sich um die Übersetzung eines Artikels vom 22.05.2013 von Ethan A. Huff bei Infowars.com bzw. Naturalnews.com, die Wort für Wort auch auf der passend benannten Seite Volksbetrugpunktnet erschien.

Erderwärmung widerlegt: NASA-Studie bestätigt, dass CO2 die Atmosphäre in Wirklichkeit abkühlt

So lautete die Überschrift, und es war tatsächlich eine NASA-Studie verlinkt, die von einer Abkühlung eines Teils der Atmosphäre durch CO2 und Stickstoffmonoxid (NO) während eines Sonnensturms vom 8. bis 10. März 2012 berichtet (in der Übersetzung wird daraus 2013). Allerdings erwähnt die Studie nirgends, dass dies im Widerspruch zur Erderwärmung durch CO2 stünde. Wieso auch? Mit das Erste, was ich über die Wirkung von CO2 lernte, war die Abkühlung der Stratosphäre, die durch die Anwesenheit von CO2 die Gelegenheit hat, etwas von ihrer Wärme abzustrahlen. Weiterlesen

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Können Muslime und Christen Freunde sein?

Unter dem obigen Titel veranstaltete heute im Kulturladen Hamburg-Hamm die „Neue Gesellschaft – Vereinigung für politische Bildung e.V.“ einen Vortrag mit Diskussion. Der Redner war Dr. Mohammed Khalifa, Dozent am Asien-Afrika-Institut.

Für diese Veranstaltung hätte sich die Neue Gesellschaft keinen Islamwissenschaftler einladen müssen. Ein Imam hätte es auch getan.

Dr. Mohammed Khalifa pickte sich aus dem Koran nur Stellen raus, die Gemeinsamkeiten zwischen Muslimen und Christen darstellen, und ergänzte sie mit ebensolchen Legenden aus der islamischen Traditionsliteratur, die er als historische Wahrheit vortrug. Dann zeigte er um die zwanzig Bilder aus seiner Heimat Ägypten, die ein friedliches Zusammenleben oder sogar gegenseitige Unterstützung illustrierten. Weiterlesen

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